Dienstag, 17. Januar 2017

Den Winter spüren und schmecken





Wir wohnen im Rheinland. Nein, das Rheinland gehört nicht zu den schneereichsten Regionen Deutschlands, weshalb bei uns die Freude riesengroß ist wenn hier endlich die ersten Flocken aus den Wolken fallen. In Windeseile werden die Schneeanzüge und Schneeschuhe, Mützen, Schals und Handschuhe angezogen und es geht hinaus. Während die Kinder sofort anfangen zu bauen und sich Schneeballschlachten zu liefern, genieße ich den Schneefall. Denn wenn der Schnee fällt, herrscht eine ganz besondere Atmosphäre. Der Himmel hat eine grau-rötliche Farbe angenommen und obwohl die Sonne verschwunden ist, wirkt die Welt hell und zugleich gedämpft. Und wenn ich die dicken Flocken fallen sehe, muss ich unweigerlich an Frau Holle denken. Der erste Schnee im Jahr (oder im Winter) ist etwas besonderes. Und hat für mich auch immer etwas magisches. Keine Schneeflocke gleicht der anderen und es gibt so viele verschiedene Arten von Schnee (das Lexikon nennt zum Beispiel Harsch, Griesel und Firn  -  letzteren wird man im Rheinland aber sicher nicht finden).
Der Schnee gestaltet die Landschaft und Natur komplett neu und eröffnet vielfältige Gestaltungsräume. Aus ihm kann man Schneepaläste und Gestalten bauen (letztes Jahr hatten wir gar keinen Schnee -  vielleicht bin ich deshalb so enthusiastisch :-)).
Im Gegensatz zu der Kälte und der Feuchtigkeit draußen im Schnee, stehen die wohlige Wärme im Haus, die kuschelige Kleidung und - Soulfood. Eintöpfe, Wintergemüse, Wintersalat und süßes Gebäck. Während wir im Dezember Weihnachtsgebäck und Januar Krapfen backen, sind im Januar Zimtschnecken angesagt. Und die backen wir wie folgt:



Das Zimtschnecken - Familienrezept:

Für den Teig:
500 gr Mehl
120 gr Zucker
100 gr geschmolzene Butter
1 Würfel Hefe aufgelöst in
280 ml warmer Milch
1 Prise Salz

Die Zutaten zu einem Teig verarbeiten  und diesen dann 30 min. zugedeckt gehen lassen.
Danach den Teig nochmals durchkneten, halbieren und zu einem Rechteck ausrollen.
Mit (der Hälfte von)
100 gr weicher Butter bestreichen und
150 gr Rohrzucker vermischt mit
2 EL Zimt bestreuen
und die Teigplatte der Länge nach zusammenrollen. Mit einem Messer Scheiben von der Rolle abschneiden und auf ein Backblech legen.
Mit der anderen Hälfte des Teigs ebenso verfahren.
Die Schnecken bei  180 Grad Umluft (vorgeheizt) 15 Minuten backen. Fertig!

Wir genießen dann mal den Schnee (so lange er noch liegt)!
Habt einen schönen Dienstag!

Dienstag, 10. Januar 2017

Aus Tannenbaum wird Mobilé


Die Idee dem Tannenbaum, der für wenige Tage oder Wochen unser Wohnzimmer als Weihnachtsbaum schmücken durfte, noch einen zweites Leben, einen weiteren Sinn zugeben ist nicht neu. Von Quirl bis Knopf, Schneckenschutz bis Badebomben, Aufhänger bis Brennholz (und sogar Löffel!) - viele Leute hatten schon richtig gute Einfälle.
Wir haben uns dieses Jahr auch mal an den Tannenbaum rangewagt, gerüstet mit Astschere, Messer und Schmirgelpapier.



Aus der Spitze haben wir einen Quirl geschnitzt (jeder gute Haushalt sollte doch einen Holzquirl besitzen :-)). Aus der Mitte des Baumes, zwischen einer Gabelung, haben wir dann ein Stück herausgeschnitten. Lange haben wir überlegt, wofür man es gebrauchen könnte. Vielleicht einen Regenschirm. Oder eine Wichtelbehausung. Eine Schale.
Schlussendlich ist aus dem Tannenbaumstück ein Wintermobilé für das kleinste Familienmitglied geworden.


Sollte das Mobilé, an dem man durch die kleinen Haken passend zur Jahreszeit auch andere (und auch schönere) Dinge hängen kann, dann irgendwann ausgedient haben, hängen wir es mit Meisenknödel (oder noch besser selbstgemachten Futter) bestückt als Vogelfutter-Karussell in den Garten.

Ich wünsche Euch einen schönen Dienstag!



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Donnerstag, 5. Januar 2017

In 2017


Ein frohes neues Jahr wünsche ich Euch! Ich hoffe, Ihr genießt noch die Winterferien, erfreut Euch am Schnee und hattet keinen Ärger mit der Sturmflut oder dem Blizzard von letzter Nacht.
Die ersten Tage im Januar fühlen sich immer so besonders an. So frei. So voller Möglichkeiten, voller Tatendrang und Inspiration. Eben weil in jedem Anfang ein Zauber innewohnt. Und so weiß wie der Schnee und die leeren Kalenderseiten, fühlt sich auch der Januar an. Weiß, die Nicht-Farbe, steht für die Möglichkeiten, die noch schlummern und sich erst im Laufe des Jahres zuerkennen geben. Und auch Janus, der römische Gott und Namensgeber für den ersten Monat im Jahr (und meinem Schul-Lateinbuch), steht für den Anfang (und das Ende), für Türen und Tore. Er wird mit zwei Gesichtern dargestellt, das eine Gesicht blickt nach vorne, das andere nach hinten. Und es ist genau diese Zeit, am Anfang des Januars, wo man das letzte Jahr noch in der Seele hat, aber der Kopf bereits durch eine neue Tür geschritten ist.


Für 2017 habe ich mir vorgenommen geduldiger sein. Mit mir, meinen Kindern, meinen Mitmenschen. Und dankbar. Für jeden Tag. Ich möchte die kleinen und großen Abenteuer suchen. Wachsen. Lernen. Mit und von meinen Kindern. Andere inspirieren und mich inspirieren lassen. Das sind viele Vorsätze, oder? Wie gut, dass das neue Jahr gerade erst begonnen hat.

Habt Ihr Pläne und Vorsätze für das neue Jahr? Ich würde mich freuen, davon zu lesen.
Habt ein frohes, neues Jahr!


Samstag, 31. Dezember 2016

Ruhige Tage



Ich kann gar nicht sagen, wie oft ich in den letzten Tagen mit den Jungs Schach gespielt habe. Und das Waldschattenspiel. Wie oft ich vorgelesen habe. Oder strickend mir mit den Kindern Hörspiele angehört habe. Nein, das ist keine Beschwerde. Ich mag die ruhigen Tage nach den Weihnachtsfeiertagen. Die Tage zwischen den Jahren. Die ruhigen Tagen (auch wenn Ruhe immer relativ ist ;-)), die wir zu Hause verbringen. Alle zusammen. Die Tage, die man im Schlafanzug verbringt. Wo man irgendwie nichts macht (und doch abends zufrieden einschläft).


Aber heute ist der letzte (ruhige) Tag im alten Jahr. Der Beginn des neuen Jahres will gefeiert werden.

Die Zeit verrinnt.
Die Spinne spinnt
In heimlichen Geweben.
Wenn heute nacht ein Jahr beginnt,
Beginnt ein neues Leben.
(Joachim Ringelnatz)


Ich wünsche Euch einen guten Start in das neue Jahr!
Alles Liebe und Gute!
Leni



Freitag, 16. Dezember 2016

Weihnachtsstimmung



Man merkt, dass es jetzt in großen Schritten auf Weihnachten zugeht. Die Weihnachts- und Winterbücher sind hier gerade sehr gefragt, allen voran "Wichtelweihnacht im Winterwald" und "Weihnachten in Bullerbü". Und Backen. Basteln und Backen. Fast jeden Tag. Gerne auch in Begleitung von Weihnachtsliedern. Besonders gerne (und oft!) hören und sehen die Jungs Ottos Version von der "Weihnachtsbäckerei" (unbedingt mal anschauen ;-)).
Am Dienstag haben wir nach dieser Anleitung Holzkugel-Sterne gebastelt. Wunderschön anzusehen und anzufassen. Und für Kinder ab ca. 6 Jahren auch ohne Hilfe machbar.
 

Der vierte Advent ist bei uns traditionell das Wochenende, an dem wir den Tannenbaum schmücken. Und die Weihnachtskarten und Päckchen an Freunde, Verwandte und Nachbarn verteilen, bzw. verschicken. Weihnachtslieder im Seniorenheim singen. Christstollen backen.
Und einen Moment innehalten -
was für eine gesegnete Zeit.

Habt einen besinnlichen vierten Advent!



Dienstag, 6. Dezember 2016

Selbstgemachte Geschenke


Dieses Jahr haben wir für Verwandte und Freunde eine ganze Reihe von selbstgemachten Geschenken in der "Wichtelwerkstatt" angefertigt. In den letzten Jahren verschenkten wir gerne selbstgestaltete Baumwolltaschen, Fenchelöl, Kaminanzünder und natürlich selbstgebackene Plätzchen. Einfache, kleine Geschenke, die von Herzen kommen. Diesmal haben wir die Geschenkpalette erweitert.
In jedem Zimmer wird gerade irgendwie gewerkelt. Bienenwachskerzen werden gerollt, Nussschalenanhänger geklebt und Lebkuchen gebacken.
Die Seife habe ich Anfang November gesiedet und mittlerweile duftet sie schon ganz wunderbar.
Letztes Wochenende haben wir zusammen den aromatisierten Weihnachtszucker und das Ofenkartoffeln-Kräutersalz gemischt.


 Für den Zucker braucht man:
~ hochwertigen Zucker (ich habe Vollrohrzucker genommen)
~ Vanilleschoten
~ Sternanis
~ Zimtstangen
~ getrocknete Orangenschalen

Die Vanilleschoten habe ich ausgekratzt und Vanillemark und geviertelte Vanilleschoten zu dem Zucker in ein Glas gegeben. Die übrigen Zutaten habe ich dazu gelegt. Fertig.
Für alle die gerne backen und kochen. Und anstelle von Weihnachtsaromen gehen natürlich auch andere Kombination, wie Lavendelzucker, Vanillezucker, Minzzucker und einiges mehr.

Für das Salz braucht man:
~ Meer- oder Steinsalz
~ Zitronenabrieb
~ getrockneter Rosmarin (zerkleinert)
Das Gewürzsalz nehme ich gerne zu Ofenkartoffeln und Kräuterquark.

 

Für die Geschenkboxen haben wir Mandarinenkisten mit Tannenbäumen und Sternen bestempelt und mit Schafwolle, Tannengrün und Hagebutten gefüllt. Den Inhalt der Boxen stellen wir immer wieder neu zusammen.


Ich mag diese Wochen vor Weihnachten sehr (auch wenn viele sich wohl wünschen, dass diese hektische Zeit schneller vorbei ginge). Und meine Kinder lieben die Betriebsamkeit, die mit den weihnachtlichen Vorbereitungen einhergeht. Jeden Tag gibt es etwas zu tun, zu backen, zu schmücken und zu verpacken (was so nebenbei auch sehr zum Geschwister-Frieden beiträgt - es bleibt weniger Zeit zum Streiten und Raufen ;-))

Ich wünsche Euch einen schönen Nikolaus-Tag!

P.S. Schaut für mehr Ideen zu selbstgemachten Weihnachtsgeschenken auch unbedingt hier vorbei:
Creadienstag
Handmade on Tuesday
Grünzeug
Einfach.Nachhaltig.Besser leben.

Freitag, 2. Dezember 2016

Ein (be-)sinnlicher Dezember


Keine andere Zeit im Jahr ist so (be)-sinnlich wie der Dezember. Der Duft von Tannengrün und Plätzchen, der Glanz der Kugeln und Lichter, der Geschmack von heißer Schokolade und Bratäpfeln, die Wärme des Feuers und der Bienenwachskerzen, gemeinsames Lesen und Backen. Den Dezember umhüllt Magie, Staunen und Funkeln, Erwartungen und Vorfreude, aber auch Trubel und Geselligkeit.

Wir freuen uns im Dezember auf:

* die 24 Tage des Advent
* den Barbara-Tag (die heilige Barbara steht für Hoffnung) am 04.12. An diesem Tag schneiden wir Zweige von Obstbäumen und Forsythie und stellen sie in warmes Wasser. Vielleicht blühen sie pünktlich zum Weihnachtsfest!
* den Nikolaus-Tag am 06.12.
* den Lucia-Tag (die heilige Lucia bringt das Licht in der dunklen Zeit) am 13.12.
* warme Strickpullis, Kerzenschein und Christstollen.
* den Weihnachtsmarkt. Besonders schöne Weihnachtsmärkte findet man oft auf Burgen oder Schlössern und im Freilichtmuseum!
* das Wunschzettel schreiben (und malen).
* Bratapfel- Essen mit Freunden (das hat schon Tradition).
* Plätzchen backen und Weihnachtslieder singen.
* den Tannenbaum aussuchen (ein Bekannter von uns hat eine Tannenbaum-Plantage).
* das Schmücken des Hauses.
* Tomte Tumetott, Ronja Räubertochter, Harry Potter, der kleine Lord, Weihnachten in Bullerbü
 und 3 Nüsse für Aschenbrödel. Unsere Lieblings-Dezember-Filme.
* die Vogelfütterung im Garten.
* das Adventsgärtlein im Kindergarten (so schön!).
* die Weihnachts- und Winterbücher, die endlich wieder in das Bücherregal dürfen.
* Geschenke basteln, Weihnachtskarten verschicken und lieben Menschen eine Freude machen.
* die längste Nacht im Jahr. Winter-Sonnenwende.
* Heiligabend und Weihnachten.
* die ruhige Zeit zwischen den Tagen.
* Silvester!



Ich wünsche Euch einen wunderbaren Dezember ♥ !

P.S.: Wie der Dezember "nachhaltig" wird, kann man hier nachlesen.

Liebe Grüße
Leni



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Sonjas Monatsmotto
Caros Grünzeug