Mittwoch, 24. Mai 2017

Aus dem Garten auf den Teller: Spargel-Kartoffelsalat


Wenn man mich fragen würde, was man unbedingt im Garten oder Hochbeet anbauen sollte, hmm, mich da festzulegen, würde mir schwer fallen. Es gibt so vieles an Kräutern und Gemüse, auf das ich nicht mehr verzichten möchte. Besonders freue ich mich im April und Mai auf den Schnittlauch, Ruccola, Dill und die Radieschen. Sie sind alle recht anspruchslos und unkompliziert im Anbau, blühen wunderschön und verleihen jedem Salat, jedem Kräuterquark und jedem Butterbrot das gewisse Etwas.


Die Jungs und ich lieben Kartoffelsalat (natürlich am liebsten mit unseren eigenen Kartoffeln aus dem Garten). Und mittlerweile sind wir recht kreativ, was die Kartoffelsalatvariationsmöglichkeiten betrifft. Mal mit Gurken und Dill, mit dicken Bohnen und Bohnenkraut, mit Brokkoliröschen oder Blumenkohl, ja sogar mit Wirsing und Linsen. Und jetzt im Mai, wo der Spargel Hochsaison hat, natürlich mit grünem Spargel und Radieschen, Schnittlauch und Ruccola.



Wir nehmen für eine Schüssel Kartoffelsalat:
1,5 kg festkochende Kartoffeln
1 Bund (500 gr. ) grünen Spargel
1 Bund Radieschen
1 Handvoll Ruccola
Schnittlauch oder Frühlingszwiebel, gerne auch Dill
Weißweinessig
Olivenöl
150 ml Gemüsebrühe
eine Prise Zucker (alternativ Agavendicksaft, Honig, oä.)
ein Tl Senf 
Salz und Pfeffer

Zubereitung:
Die Kartoffeln kochen, pellen und in Scheiben schneiden. Die Enden des Spargels abschneiden (gegebenenfalls das untere Drittel schälen) und die Stangen blanchieren. Radieschen waschen und schneiden, ebenso den Schnittlauch (und/oder die Frühlingszwiebel).  Das Dressing aus Essig, Öl, Salz, Pfeffer, Zucker (oder Agavendicksaft, Honig, etc.), Senf und Gemüsebrühe mischen. Alles zusammen in eine Schüssel geben und ein wenig ziehen lassen. Zuletzt den Ruccola dazu geben und noch einmal durchmischen.

Guten Appetit!


Ich wünsche Euch einen schönen Feiertag!

Liebe Grüße
Leni

Mittwoch, 17. Mai 2017

Ein neues altes TShirt



Nachdem es nun wirklich höchste Zeit wird (heute soll es bis 31 Grad (!) warm werden), die dicken Pullover und gefütterten Hosen wieder im Keller zu verstauen, haben meine Jungs und ich uns letzte Woche mal den T-Shirt-Bestand angeschaut. Viele Shirts sind nach dem zweiten und dritten Weiterreichen und dem (gefühlten) 150. Waschgang natürlich einfach unansehnlich geworden. Zugegeben, viele Shirts gefallen mir besser, wenn sie ein wenig verwaschen aussehen, andere hingegen verschwinden mit den Wintersachen und werden nur noch unter den Pullovern angezogen.
Für ein verblasstes gelbes Shirt, was mir in die Hände fiel, überlegte ich mir jedoch ein Upcycling. Textilfarbe und Stempel hatten wir noch von anderen Projekten im Haus - das "neue" T-Shirt war schnell gemacht!


Gestempelt hat er es übrigens ganz alleine, sein neues Lieblingsshirt. Nur einen Kreis hatte ich ihm vorher als Orientierung aufgemalt.

So, und nun ab in den Garten, auf den Balkon, an den See, in den Wald, Park oder zur Eisdiele - der Sommer kommt!

Habt einen schöne Woche!
Liebe Grüße
Leni


P.S. : Schaut mal, wenn Ihr mögt, auf der Ideensammlung von EiNab (Einfach.Nachhaltig.Besser.Leben.) und Grünzeug vorbei - dort gibt es immer schöne Upcyclingsgeschichten, Rezepte und und grüne Tipps!

Freitag, 12. Mai 2017

Frühlingspicknick



Der Frühling zeigt sich gerade von seiner schönsten Seite. Die blühenden Apfelbäume, das hohe Gras auf den Wiesen, der Sonnenschein und die milden Temperaturen laden geradewegs dazu ein Picknickdecke und Essen mitzunehmen und ein Stück Kuchen draußen zu genießen.

Der Rhabarber aus unserem Garten hat (nach drei Jahren) endlich die Größe erreicht hat, in der er es verkraftet ein paar Stangen abzugeben. Daher habe ich die Äpfel von meinen Lieblingsapfelkuchen durch Rhabarber (plus ein wenig mehr Zucker) ersetzt. Der Kuchen geht ruckizucki, das Rezept findet ihr hier!  
Mit dem Kuchen und einer Wasserflasche in der Hand und den Jungs im Bollerwagen (der eigentliche Plan war den Kuchen im Bollerwagen von den Jungs ziehen zu lassen - aber Ihr wisst ja es kommt immer anders als man plant ;-)) fuhren wir nachmittags zu den Streuobstwiesen. Die Jungs sprangen dort durchs hohe Gras (zu Hause gab es dann einen Zecken-Check) und kletterten auf die Bäume, aßen zwischendurch ein paar Gabeln vom Kuchen und spielten verstecken. Mein Sechsjähriger verlor nach einem Sprung von einem umgefallenen Baum seinen ersten Wackelzahn - gefunden haben wir den Zahn im hohen Gras zwar nicht mehr, aber die Freude über die erste Zahnlücke war natürlich groß.
An solchen Tagen läuft die Zeit wieder langsamer. Mein Herz schlägt langsamer und weitet sich. Am liebsten würde ich diese Tag in ein Glas stecken und für immer bei mir tragen. Sie konservieren.

Nun ja, Bollerwagen (und Fahrrad), Picknickdecke und Kissen sind auf jeden Fall schon mal griffbereit. Für das nächste Picknick.



Habt Ihr auch solche Orte, an die es Euch immer zurückzieht? Das würde ich gerne hören (oder besser lesen)!
Habt einen schönen Freitag!
Liebe Grüße
Leni

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Sommer Blog

Montag, 8. Mai 2017

Auf dem Pflanzenmarkt



Es ist schon fast eine Tradition, der Besuch Ende April auf dem Jungpflanzenmarkt bei Apfelbachers in Bornheim. Und jedes Jahr kommen mehr Besucher, die sich für Kräuter, Beerensträucher, vorgezogenes Gemüse und einjährige Blumen, Stauden und eine große Auswahl an Tomaten interessieren und den Garten dort genießen.
Wir kommen vor allem wegen den Kürbissen. Kürbisse kreuzen sich gerne untereinander (und auch gerne mit Zucchini), weshalb ich von unseren Kürbissen im Garten keine sortenreinen Samen entnehmen kann. Und außerdem haben wir schlicht und ergreifend zu wenige Fensterbänke im Haus um neben den Tomaten, Salaten, dem Kohl, Fenchel und Kohlrabi noch mehr Gemüse vorzuziehen. Umso mehr freue ich mich auf die Vielfalt, die auf dem Pflanzenmarkt angeboten wird. Aber natürlich ist es nicht bei Kürbissen (und einjährigen Blumen) geblieben - was anderen Menschen bei Ikea passiert, passiert mir hier. Ich gehe immer mit mehr nach Hause als ich auf meiner Einkaufsliste stehen habe (am Ende mit zwei grünen Klappkisten).


In das Gewächshaus durften am Wochenende die Gurken einziehen, die Salate, Fenchel, Brokkoli und Blumenkohl stehen jetzt in den Beeten und auch die Kürbisse sind bereits in der Erde (dank der kleinen helfenden Hände). Noch sind die Jungspflanzen so klein, dass, falls es noch einmal frostige Nächte geben sollte, man ihnen ein Glas gegen die Kälte überstülpen kann (ich nehme dafür große Einmachgläser).

"Erde, die uns dies gebracht,
Sonne, die es reif gemacht,
liebe Sonne, liebe Erde,
euer nie vergessen werde!", murmelte das Kind zu den Händen oben auf dem Foto, während es den Salat pflanzte. Das ist der Spruch zum gemeinsamen Essen im Kindergarten (übrigens von Christian Morgenstern). Wie passend, oder? ;-)

Ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche!
Liebe Grüße
Leni



Montag, 1. Mai 2017

Hallo Mai!


Kein Monat wird von Dichtern und Liederschreibern so umworben wie der Mai. Unzählige Bräuche, Lieder, Tänze und Gedichte heißen den Mai willkommen. Vielleicht ist es die Freude über das frische Grün (das sogar einen eigenen Namen hat: Maigrün), das Bäume und Sträucher schmückt oder die Leichtigkeit und Wärme, die uns in Feierlaune versetzt oder einfach die Lebenslust, die der Mai mit sich bringt.


Wir freuen uns im Mai auf:   

* die Maifeiertage. Den Tag der Arbeit und Christi Himmelfahrt.
* Spargel, Rhabarber, frische Salate und Kräuter, Maiwirsing und Mairübchen.
* Muttertag!
* Radtouren entlang blühender Rapsfelder und Löwenzahnwiesen
* Maibowle (ein Rezept gibt es hier).
* Schmetterlinge. Ein guter Zeitpunkt für einen Besuch im Schmetterlingshaus!
* Ausflüge jeder Art. Der Mai lockt uns nach draußen.
* Flieder, Pfingstrosen, Akelei, Schneeball und viele andere Blütenschönheiten.





Der Mai ist ein Monat zum Genießen. Junge Birkenweige stehen bei uns im Haus und duftende Blumen aus dem Garten auf dem Esstisch. Die Jungs ernten die Radieschen und die ersten Kohlrabi aus dem Garten. Sonnenstrahlen kitzeln im Gesicht. Und selbst der Mairegen ist sanft und erfrischend. Ach Mai...

Ich wünsche Euch einen wunderschönen 1. Mai!

Liebe Grüße
Leni


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Sonjas Monatsmotto

Sonntag, 9. April 2017

Kartoffeln setzen



Letztes Wochenende, als das Thermometer wieder 20 Grad anzeigte (danke lieber April), waren für zum Kartoffel setzten mit Freunden in der Froschhütte. 
Auf dem Saatgutfestival in Düsseldorf Anfang März hatten wir uns einige Saatkartoffeln von den Bamberger Hörnchen, La Ratte, dem blauen Schweden und Forelle mitgenommen und im Keller vorkeimen lassen. Dazu kam noch eine Sack "Belana" vom Demeter-Hof (ganz normale Speisekartoffeln*). 

Jede Kartoffeln wickelten wir in ein Blatt Beinwell ein. Ich hatte irgendwo mal vor Jahren gelesen, dass Beinwell als Zugabe bei der Pflanzung der Kartoffeln später den Kartoffelkäfer fernhalten solle und gleichzeitig eine (kleine Düngergabe) für die Kartoffeln sei. Ob es wirklich hilft? Sagen wir mal so, ich habe noch keinen einzigen Kartoffelkäfer bei uns gesehen (was natürlich nur eine Korrelation und keine Kausalität sein könnte). Aber so kommt der Beinwell jedes Jahr mit in die Erde.

Die Kinder waren alle eifrig bei der Sache und brachten nicht nur eine ganze Menge Kartoffeln, sondern auch viele Kohlrabi- und Salatjungpflanzen und Radieschensamen in die Erde.


"Nach der Arbeit saßen wir dann zusammen am Frühlingsfeuer und aßen Kartoffelsalat und Kuchen. Das war ein toller Tag!", so stand es im Aufsatz meines Sohnes über das Wochenende, den er immer montags in der Schule schreiben muss (die Rechtschreibfehler habe ich raus gelassen). Und ich finde, dass fasst den restlichen Tag auch perfekt zusammen!

Ich wünsche Euch eine schöne (Osterferien-) Woche!
Liebe Grüße
Leni



*Falls Ihr Euch fragt, was der Unterschied zwischen Saatkartoffel und Speisekartoffel ist (ich habe mich das schon mal gefragt ;-)): jede Speisekartoffel kann man keimen lassen und in die Erde setzen. Konventionelle Speisekartoffeln werden aber speziell behandelt, damit sie nicht keimen und können auch mal nicht sortenrein sein. Daher nehmen wir immer Bio- (oder noch besser Demeter) Speisekartoffeln zur Aussaat. Möchte man aber besondere oder lizenzierte Sorten anbauen, muss man auf die teureren Saatkartoffeln zurückgreifen.

Dienstag, 4. April 2017

Gefilzte Bienen




Jetzt, wo bei uns im Garten die Kirsch- und Pflaumenbäume bereits in voller Blüte stehen (und es nicht mehr lange dauert, bis die Apfelbäume folgen), sehen wir wieder viele Honigbienen, Wildbienen und Hummeln. Wie wichtig diese Insekten für uns sind, sollten wir uns immer wieder bewusst machen: 80 Prozent der Obst- und Gemüsepflanzen, die auf Bestäubung angewiesen sind (z.B. Äpfel, aber auch Zucchini und Raps), hängen vom Bienenflug ab, sagt der Imkerbund (wow, sage ich).
Aber nicht nur, dass die Bienen für uns Menschen existenziell sind (denken wir nur mal an Einsteins Ausspruch*) und uns köstlichen Honig und duftenden Wachs liefern, sie sind auch einfach gern gesehene Frühlingsboten. Und nicht nur im Garten. Auch im Haus (aber nur in der gefilzten Version ;-)).
Die Bienen wurden alle von meinen (großen) Sohn gefilzt (er ist mittlerweile ein Profi darin), und so geht es:


Und weil meine kleineren Kinder auch mitmachen wollten, habe ich sie den Bienenkörper nass filzen lassen und die braunen Streifen, Augen und Flügel später selbst mit der Nadel darauf gefilzt.


Spannend und absolut empfehlenswert ist übrigens ein Besuch beim Imker für Kinder (und Erwachsene). Wir haben das Glück zwei Imker in unmittelbarer Nähe zu haben, die gerne ihr Wissen weitergeben und uns jedes Jahr einen Einblick in die faszinierende Welt der Bienen gewähren (demnächst zeige ich Euch mal ein paar Bilder).
Ein schönes Kinderbuch (zum Thema Bienen) ist  "Kleine Biene Sonnenstrahl", ein empfehlenswertes Sachbuch zur Bienenhaltung mit Kindern ist "Mit Kindern im Bienengarten".


Ich wünsche Euch einen sonnigen Dienstag!

Liebe Grüße
Leni

* Albert Einstein soll gesagt haben: "Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.”:

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