Samstag, 31. Mai 2014

Freikost - Lebensmittel einkaufen ohne Verpackung


Es ist in aller Munde. Einkaufen ohne Verpackungsmüll. Keine Endlosregale mit Lebensmittel in schrillen Plastikeinwegverpackungen, sondern schlichte, aber stilvolle Spender in einem Tante-Emma-Laden, aus denen man Lebensmittel, aber auch Waschmittel in selber mitgebrachte Gefäße abfüllt. Das gibt es nur im hippen Berlin. Denkste. Im beschaulichen Bonn hat "Freikost" eröffnet. Ebenso ein Geschäft, dass auf Nachhaltigkeit und Müllvermeidung setzt und damit viele Menschen anspricht. Menschen wie mich. Die ich täglich sehe, wieviel Müll wir als fünfköpfige Familie produzieren.

Dank dem Hinweis einer sehr guten Freundin auf die Neueröffnung, machte ich mich mit den Kindern also auf den Weg. Nach Bonn-Duisdorf, um genau zu sein. Das ist leider von uns aus nicht gerade um die Ecke. Aber genau um die Ecke, ist von dort aus der Lagerverkauf von Weck (Weck-Gläser). Zwei Fliegen mit einer Klappe.

Angekommen, mit etlichen Tupperdosen und einem Korb im Gepäck, staunten wir nicht schlecht: nackte Ware! Keine Einkaufswagen. Keine nervige Musik. Keine bunten Werbetafeln. Wunderschön.
Eine sehr freundliche Mitarbeiterin zeigte uns, wie das Abwiegen der eigene Behältnisse (man kann übrigens auch dort Behältnisse kaufen) funktioniert und dann ging es auch schon los. Als erstes (natürlich) mit den Süßigkeiten. Einmal an den Hebeln ziehen und schon rutschten die Bio-Gummibärchen in unsere Dose.
Das Angebot erstreckt sich von Hülsenfrüchten, Getreide, Müsli, Nudeln über Brot,Obst und Gemüse bis zu Gewürzen, Ölen aber auch Waschmittel und Seife. Milch, Sahne und Joghurt bekommt in Glasflaschen, genauso wie Säfte, Cola und andere Getränke. Käse und Fleisch gibt es frisch an einer Theke. Ein integriertes Bistro mit köstlichen Salaten rundet das Geschäft ab.

Ich wünschte, der Laden wäre in unserer Nachbarschaft. Wirklich. Oder einfach irgendwie näher. Zugegeben, man findet dort nicht alles an Lebensmittel und Non-Food-Produkten, die ein Supermarkt bietet. Und mit vielen Dosen zum Einkaufen losziehen, ist erstmal umständlich. Aber vieles ist einfach nur Gewohnheit. Und Gewohnheiten lassen sich ändern. Zum Glück!

Meine Kinder waren übrigens nachhaltig beeindruckt. Von den netten Ladeninhabern, von den äußerst leckeren Gummibärchen und der Möglichkeit Lebensmittel in der gewünschten Menge einfach "abzapfen" zu können.

Wie und wo geht Ihr einkaufen? Wäre das Konzept etwas für Euch?
Liebe Grüße und ein sonniges Wochenende!


P.S.: Mehr Informationen zu dem Geschäft findet Ihr hier!




Montag, 26. Mai 2014

Die Froschhütte

Nachdem wir mit dem dritten Kind festgestellt haben, dass die Wahrscheinlichkeit größer geworden ist, dass Urlaubsreisen bei uns in der Regel immer in Stress statt Entspannung umschlagen (Krankenhausbesuche im Ausland, Kofferverlust bei Flugreisen, Monsterstau), kamen wir auf die Idee uns nach einer Sommerhaus in der Eifel umzusehen. Letztes Jahr wurden wir dann mit viel Glück fündig: ein klitzekleines Haus (mehr eine Hütte) auf einem großen Grundstück mit Bachlauf. Unser Wochenend- und Sommerferienidyll. Und weil sich auf der Wiese rund um den Bach so unglaublich viele Frösche tummelten, tauften die Kinder das Haus "Froschhütte".

Auch dieses Wochenende kamen uns Freunde in der Eifel besuchen. Mit Keschernetzen ausgestattet machten sich die Kinder auf Frösche-Endeckungstour. Ich finde es ja immer wieder erstaunlich, wie neugierig und mutig Kinder sind. Während ich mich erst überwinden musste einen Frosch auf die Hand zunehmen und froh war als er zügig wieder runter hüpfte (und mein nächster Gedanke der antibakteriellen Seife galt), fanden die Kinder die Frösche sogar niedlich und hatten so gar keine Scheu oder Ekel. Ach, Kinder.
Momentan sind wir noch dabei die Froschhütte zu renovieren und neu einzurichten. Aber bald zeige ich Euch mal ein paar Bilder!
Ich wünsche Euch eine schöne Woche ♥

Mittwoch, 21. Mai 2014

Ein Hoch auf die Brennesseln!


Alles Gemüse, die Blumen und leider auch das Unkraut haben in diesen Tagen einen riesen Wachstumsschub bekommen. Ich komme kaum nach mit dem jäten, gießen und hacken. Aber nicht alles, was sich Unkraut nennt, ist unnütz. Nehmen wir doch mal die Brennessel. Eigentlich mag ich die ja nicht. Zu oft hat sie mich schon unbedarft gestreift und wurde von mir verflucht. Schmetterlinge hingegen lieben sie, Teetrinker schwören auf sie und für manche ist sie eine kulinarische Genuss. Ich verarbeite sie gerne zu Jauche (das ist die Rache für die Quaddeln), die wiederum verdünnt mit Wasser ein super Dünger z.B. für Tomaten ist.
Einfach Brennessel abschneiden (mit Handschuhen), zerkleinern, in ein Gefäß legen und mit Wasser übergießen. Deckel drauf, ein bis zwei Wochen warten und hin und wieder umrühren. Stinkt wie Hulle (mit Gesteinsmehl nur halbe Hulle).
Verdünnt im Verhältnis 1:10 oder 1:20 ist der Dünger dann einsatzbereit. Völlig chemiefrei, ungefährlich und kostenlos!

Kennt Ihr noch andere Verwendungszwecke für Brennesseln? Wenn ja, nur her damit!





Montag, 19. Mai 2014

Eine Kostprobe vom Sommer



25 Grad und Sonne.
Wir hatten am Sonntag Freunde zu Besuch und durften schon einmal so ein wenig den Sommer spüren. Mit T-Shirts und Gummistiefeln. Mit Lagerfeuer und Musik. Mit Sonnencreme und Zeckenschutz. Mit dem kühlenden Schatten der Bäume und dem Surren der Insekten. Mit erfrischender, selbstgemachter Limonade und frischen Erdbeeren.Und einer großen Anzahl von Kaulquappen im Bach (es scheint wohl ein froschreiches Jahr zu werden...).

Was zu einem Lagerfeuer nicht fehlen darf ist natürlich Stockbrot. Am liebsten mit Kräuterquark oder einem anderen Dip. Das einfachste Rezept:
1 kg Mehl
500 ml warmes Wasser
1 TL Salz
2 EL Pfanzenöl
2 Hefewürfel oder 2 Päckchen Trockenhefe
Alles durchmischen und den Teig mindesten eine Stunde gehen lassen. Dann nochmals durchkneten und Rollen formen und um die Stöcke wickeln.

Abends hörte ich meinen Großen im Bett schluchzen. Ging zu ihm ans Bett und fragte, was den los sei. Er antwortete, dass er einfach nur traurig sei, dass der schöne Tag jetzt zu Ende ist. Ich musste lächeln. Und versprach ihm, dass auf diesen Tag noch viele andere schöne Tage folgen werden. Ganz sicher.

Ich wünsche Euch eine tolle (sommerliche) Woche!

Donnerstag, 15. Mai 2014

Nach den Eisheiligen



Die ersten Tomaten sind jetzt in ihr endgültiges Quartier umgezogen - in die Zinktöpfe, Zinkwanne und die Ampeltöpfe. Morgen kommen die Freilandtomaten raus ins Beet, dann ist sind die Eisheiligen endlich vorbei. Zuletzt werden die übriggeblieben Tomaten in das Gewächshaus gequetscht (oder verschenkt). Ja, ich gebe zu, ich habe wieder viel zu viele Tomaten gezogen...Seufz.
Als Tomatenerde verwende ich übrigens nur Kompost und stecke ganz nach unten noch ein paar Pferdeäpfel. Darauf gedeihen die Tomaten hervorragend. Die Töpfe fülle ich am Anfang noch nicht ganz voll. Sind die Tomaten gewachsen, gebe ich nach und nach frischen Kompost dazu. Die Tomaten bilden dann Seitenwurzel und stehen stabiler.


Im Garten hat sich auch einiges getan. Der Salat ist schon pflückreif und die Erdbeeren haben ihre Strohunterlage bekommen.


Die Pfingstrosen. Ich liebe Pfingstrosen. Sie sind einfach jedes Jahr da. Und völlig unkompliziert. Und so schön als Schnittblumen.

Und auch die Himbeeren versprechen reiche Ernte. Um welche zu ergattern muss ich, sobald sie reif sind, dann nur früher da sein als die Kinder. Hmmm. Ich denke, ich werde für mich wohl welche kaufen müssen.





Montag, 12. Mai 2014

Ist das Kunst oder kann das weg?



Nach dem das Wochenende komplett verregnet war und ich deswegen meiner derzeitigen Lieblingsbeschäftigung (Garten) nicht frönen konnte, durfte ich  immerhin (Muttertag sei Dank) ein Ausflugsziel bestimmen: das Kunstmuseum. Dort gibt es ein Kunst-Frühförderungsprogramm für Kinder zwischen 5 und 7 Jahren. Und das ist wirklich super. Innerhalb von zwei Stunden dürfen die Kinder, angeleitet von zwei ehrenamtlichen Künstlerinnen und Kunstexperten, durch das Kunstmuseum ziehen und ein ausgestelltes Exponat interpretieren und kopieren. Die Eltern haben in dieser Zeit die Möglichkeit sich das Museum in Ruhe anzuschauen (sofern sie nicht noch zwei weitere Kinder haben, für die "Ruhe" ein Fremdwort ist) oder einen Kaffee trinken zu gehen. Nach zwei Stunden kamen dann ein fröhliches Kind mit einer Interpretation von Max Ernsts "Mon ami Pierrot" (hätten Sie es erkannt?) und zwei entspannte Eltern (das Café des Kunstmuseums hatte eine Spielzeugkiste...) heraus. 

 Im Laufe der Jahre sind schon viele Kinderzeichnungen in den Papiekorb gewandert. Schließlich kann man ja nicht jede Kritzelei an die Wand pinnen. Und bei der Massenproduktion, den die Kinder oft betreiben, würden wir hier heillos untergehen, wenn wir alles aufhöben. Allein mit den Bastelarbeiten aus dem Kindergarten könnten wir schon ein Zimmer füllen. Also dürfen nur auserwählte Kunstwerke bleiben. Und der kleine Kerl oben im jeden Fall. Der strotzt nur so vor mütterlichem Stolz. Vielen Dank liebes Kunstmuseum, ihr seid toll!
Und Euch wünsche ich eine sonnige Woche!

Freitag, 9. Mai 2014

Dieser Moment


Nur ein einziges Foto - keine Worte - ein Augenblick, eingefangen in dieser Woche. Ein einfacher, besonderer, außergewöhnlicher Augenblick. Ein Augenblick zum Innehalten, Genießen und Erinnern.
Wenn Du auch einen "Augenblick" eingefangen hast, hinterlasse einen Link in den Kommentaren damit alle teilhaben können. 
 
























Inspiriert durch Soulemama















Donnerstag, 8. Mai 2014

Fünf Jahre später





Diese Woche hatte mein Großer Geburtstag. Wie schnell doch fünf Jahre vergehen. Aber wem erzähle ich das?! Jeder der Kinder hat kennt das "Zeitraffer"-Phänomen. Man hat das Gefühl, dass die Zeit viel schneller vergeht. Vorgestern hat man sie zur Welt gebracht, gestern haben sie laufen gelernt und heute werden sie fünf wollen sie einen Star Wars Geburtstag feiern. Seufz.
Naja, Schwamm drüber. Was gibt es schöneres als ein Kindergeburtstag?!