Freitag, 29. August 2014

Ein Garten in Herbststimmung






Nicht umsonst ist die Eifel das Skandinavien Deutschlands. Finde ich jedenfalls. Der Frühjahrs-Flieder blühte erst Ende Mai, und jetzt, Ende August, ist das Licht schon so herbstlich wie im Oktober. Passend zum Rotkohl, den wir in den nächsten Tagen ernten und verarbeiten können (der gehört für mich in die Herbstküche). Viele Beete sind bereits abgeerntet, die Kartoffeln, Zwiebeln, rote und weiße Bete, Möhren und ein Teil der Bohnen lagern bereits im Vorratskeller. Neu gesät haben wir nur den Feldsalat. Am Wochenende stecken wir noch die Knoblauchzehen, ab dann wird nur noch geerntet und die leeren Beete bekommen eine Mulchschicht bis zum Frühjahr. Jetzt verlagert sich die Arbeit vom Garten in die Küche, denn schließlich will alles verarbeitet werden.
Ein Projekt für den Eifel-Garten haben wir aber doch noch. Wir pflanzen noch vier Apfelbäume auf den Hang. Da standen bis vor kurzem noch Haselnusssträucher. Und von denen haben wir auf dem Grundstück mehr als genug. Das Angebot an Apfelsorten aber ist riesig und umso schwerer ist es eine gute Auswahl zu treffen.

Habt Ihr einen Lieblingsapfel, ob im Garten oder vom Händler?

Genißt die letzte August-Tage ♥




Dienstag, 26. August 2014

Wildbienenhotel DIY

Letzte Woche haben wir ein neues Wildbienenhotel gebaut.
Wir haben eine Konservendose genommen (die fliegen bei uns nie in den Müll :-)) und die hohlen Stengel vom Liebstöckel aus unserem Garten (man kann aber auch ersatzweise Bambus z.B. aus dem Baumarkt nehmen) und ein wenig Stroh. Dann haben wir beides zugeschnitten und die Dose befüllt.
Aufgehangen haben wir das fertige Hotel  in unseren  Renekloden-Baum, der umgeben von Lavendel und Himbeeren steht. So, liebe Bienen und anderes Getier, das Hotel ist eröffnet!

Informationen zu Nisthilfen, Anleitungen und Tipps zum Aufstellen  findet man übrigens beim BUND (hier).
Wiederfinden kann man unser Wildbienenhotel heute beim Creadienstag.

Montag, 25. August 2014

Der Kreislauf des Lebens

 Bei uns ist der "Alltag" eingekehrt. Der Kindergarten hat wieder begonnen, und auch mein Jüngster hat dort jetzt einen Platz. Drei Kinder im Kindergarten. Nun ist es hier zu Hause für vier Stunden am Tag einfach nur still. Die ersten Tage war es fast unheimlich still. Seit über fünf Jahren war es keine vier Stunden mehr still im Haus. Jetzt, nach einer Woche, ist es die Stille in eine angenehme Ruhe übergegangen. Ich habe jetzt nicht nur Zeit für die ungeliebten Aufgaben im Haus (es hat sich in fünf Jahren so viel hier angesammelt), sondern auch um (zumindest Vertretungweise) wieder öfter als Yoga-Lehrerin zu arbeiten.
Während meines Studium habe ich viele Yoga-Kurse gegeben, teils für Fitness-Studios, teils in kleinen Yoga-Studios und auch zu Hause. Später im Beruf fehlte oft einfach die Zeit und die Energie. Und dann mit drei kleinen Kindern kam auch oft die eigene Praxis zu kurz.
Wie dem auch sei, als ich letzte Woche meine Yoga-Utensilien und Materialien durch schaute, kam das Buch von Una Jacobs zum Vorschein. "Keislauf des Lebens", erschienen im Ellermann-Verlag.


Una Jacobs, studierte Biologin, Zoologin und Geografin, erklärt in diesem Buch Kreisläufe in der Natur. Verwandlungen, Rhythmen und Lebensläufe von Mensch, Tier, Natur und Kosmos sind hier in so klaren Worten und eindrucksvollen Bildern dargestellt, dass nicht nur mein Vorschulkind dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte, sondern auch ich immer wieder gerne darin lese und staune.

Mein Exemplar habe ich mal vor Jahren bei einem Bücherverkauf in unserer hiesigen Bücherei für kleines Geld erworben. Bei Buch 7  (dem Online-Buchhändler meines Vertrauens) gibt es leider keine Exemplare mehr zu kaufen. Aber sicherlich finden sich woanders noch (gebrauchte) Ausgaben.
Dieses Buch ist beeindruckend!

Ich wünsche Euch eine tolle Woche ♥

Donnerstag, 21. August 2014

Aus dem Beet auf den Teller: das Lieblings-Mais-Rezept meiner Kinder

Es geht nichts über frischen Mais. Nein, nicht der abgepackte, bereits gerupfte und leicht schimmelige Mais aus dem Supermarkt. Ich meine den ganz frischen Mais, der noch am selben Tag an einer Maispflanze hing und der so toll  riecht, wenn man ihn von den grünen Blättern befreit. Und noch viel besser schmeckt.
Unsere Mais-Pflanzen im Garten lassen sich noch Zeit. Ich denke, wir können dort mit den ersten Kolben in zwei oder drei Wochen rechnen. Aber auf dem Markt und unserem Selber-ernten-Lieblingsbiolandhof (Bilder gibt davon gibt es auf der Familienjahr-Facebookseite) findet man zur Zeit schon den frischen Mais, der dann sofort in unseren Korb wandert.

Zuhause angekommen, wird der Mais vom Grünzeug befreit (Achtung, jetzt Schnuppern!), kurz abgespült und in Scheiben geschnitten. Das ist vielleicht einbißchen beschwerlich, aber mit einem guten Messer oder einem starken Mann Arm kein Problem. Die Maisscheiben kommen mit Öl in eine Pfanne. Den Deckel nicht vergessen und ca. 3-4 Minuten bei mittlerer Hitze braten lassen. Dann die Scheiben wenden und mit Salz und Pfeffer würzen. Nach weiteren 3-4 Minuten den Deckel abheben und noch einmal eine Minute ziehen lassen. Fertig!

Der Mais ist in der Mitte gedämpft und an der Ober- und Unterseite schön knusprig.

Perfekt für kleine Hände! Und wenn man es lieber vornehm mag: mit der Gabel in den Strunk stechen und die Maiskörner abknabbern geht natürlich auch...;-)

Guten Appetit!

P.S.: Auch bei Heather Kitchen Blog darf man diese Woche wieder einen Blick in die Küche werfen. Also los!

Montag, 18. August 2014

Ein Hauch von Herbst


Der Sommer macht hier, allen Anschein nach, erst einmal eine Pause.
Dafür hat sich am Wochenende der Herbst schon mal kurz gezeigt und uns zum ersten Pilze-Streifzug in den Wald eingeladen.



Ich liebe den Waldgeruch. Oder ist es schon der Geruch des Herbstes? Der Geruch von frischen Pilzen, nassem Laub, Moos und feuchter Erde. Wunderbar.

Mit Korb und Messer bestückt, fanden wir gestern so manchen Pilz-Schatz. Wer sich nicht so recht an Pilze ran traut, aus (meist berechtigter) Angst, einen giftigen Pilz zu erwischen, kann es sich erstmal daran halten: Nur Pilze mit Röhren und keine Lamellenpilze mitnehmen. Damit hat man alle tödlich-giftigen Pilze schon einmal ausgeschlossen. Steinpilze und Maronen sind recht eindeutig zu erkennen und zu bestimmen (und sehr schmackhaft). Wer Gefallen an Pilzen gefunden hat, dem rate ich mal einen Pilzkurs zu besuchen, sich ein Pilzhandbuch zu zulegen oder auch eine Pilz-App (wobei ich ein Handbuch immer vorziehen würde). Mehr Tipps und Bilder vom letzten Jahr gibt es hier.

Ein Besuch im Wald lohnt sich ja sowieso immer. Und wenn man nicht in Pilz-Sammel-Laune ist, dann könnte man ja ein paar Zapfen sammeln. Zum Basteln, Dekorieren oder als Anzünder für den Kamin.

Der Herbst hat uns vorzeitig einen schönen Ausblick gegeben. Aber ein klein wenig Sommer hätte ich dann trotzdem noch gerne.
Ich wünsche Euch eine tolle herbstliche Sommerwoche ♥

Donnerstag, 14. August 2014

Aus dem Beet auf den Teller: Tomaten-Panzanella-Salat


Der August ist der Tomatenmonat. Wir ernten täglich gelbe, rote, rosafarbende oder gestreifte Tomaten. Der größte Teil der Ernte landet jedoch nicht auf dem Teller. Kein Wunder, denn die Pflänzchen, die wir im Frühjahr ausgesät und im Mai wohlbehütet ins Freie brachten, produzieren vornehmlich knatschsüße kleine Cocktail- oder Wildtomaten, die perfekt in Kindermünder passen. Manche Tomaten sind sogar nicht größer als Johannisbeeren.
Bleiben am Ende des Tages doch noch ein paar Tomaten übrig, werden sie immer gerne zu Tomaten-Panzanella-Salat verarbeitet. Und apropos übrig: der Salat ist eine geniale Möglichkeit altes, übrig gebliebenes Brot vor der Mülltonne zu bewahren :-)

Das braucht man:
Tomaten
rote Zwiebel
altbackendes Brot
Parmesan (gehobelt)
Basilikum
Knoblauch
Essig/Öl/Salz/Pfeffer/Zucker
Mixer (oder Pürierstab)

So gehts:
Ungefähr 4 kleine Tomaten waschen und mit 1/4 roter Zwiebel, einer Knoblauchzehe, Basilikum, Öl, Essig, Salz, Pfeffer und Zucker in den Mixer geben und gut durchmixen.
Das Brot in Stücke schneiden und entweder im Ofen oder in der Pfanne mit ein wenig Öl warm machen.
Die restlichen Tomaten waschen und mit dem Brot, dem Parmesankäse und dem Dressing aus dem Mixer vermischen und ein paar Minuten ziehen lassen. Dann noch mit Blättern vom Basilikum (oder auch Rucola) garnieren. Fertig und lecker!

P.S. Wer noch anderen Menschen in die Töpfe schauen möchte, kann das gut bei Heather´s Kitchen Blog Hop!

Dienstag, 12. August 2014

Lavendelkolben DIY


Der Lavendel ist einer meiner Lieblingspflanzen im Garten. Nicht nur weil seine Blüte so viele Bienen, Hummeln und Schmetterlinge anlockt, sein Duft den ganzen Garten durchzieht und er einfach jedes Jahr verschwenderisch blüht, sondern auch weil Lavendelblüten so mannigfaltig verwendbar sind. Zum Beispiel als Nahrungsmittel. Man denke da an Lavendelzucker oder mit anderen Kräutern zu Ziegenkäse. Oder als Duftkissen. Als Aromaöl, Badezusatz oder in der Seife. Hach, Lavendel.
Wir verwenden den Lavendel jedes Jahr, unter anderem, für die Lavendelkolben. Und mit jedem Jahr bekommen es meine Kinder besser hin ;-)

Was man braucht:
Lavendel, möglichst mit langen Stängeln
ein langes Band, ganz nach Deinem Geschmack

Wir haben für die Kolben ungefähr 19 (es muss eine ungerade Zahl sein) Lavendelstängel genommen, die Blätter entfernt und unterhalb der Blüten, mit dem Band, zu einem Sträußchen gebunden. Dann haben wir die Stängel um die Lavendelblüten gebogen. Schließlich beginnt das Weben. Das Band, mit dem wir vorher den Strauß abgebunden haben, ziehen wir durch die Stängel durch, mal darüber, mal darunter, bis wir einmal um den Kolben herum sind. Dann beginnt die nächste Reihe, jeweils versetzt. Wo wir in der letzten Reihe das Band unter den Stängel gelegt haben, kommt es jetzt darüber. So lange, wie die Lavendelblüten reichen. Dann kann man entweder eine Schleife binden, das restliche Band noch um die Stängel wickeln oder einen Aufhänger knoten.


Die Lavendelkolben eignen sich hervorragend für den Kleiderschrank (um  Motten fern zu halten) oder als Raumduft und sind mein Beitrag zum Creadienstag.
Viel Spaß beim Basteln!

Freitag, 8. August 2014

Dieser Moment

Nur ein einziges Foto - keine Worte - ein Augenblick, eingefangen in dieser Woche. Ein einfacher, besonderer, außergewöhnlicher Augenblick. Ein Augenblick zum Innehalten, Genießen und Erinnern.
Wenn Du auch einen "Augenblick" eingefangen hast, hinterlasse einen Link in den Kommentaren damit alle teilhaben können.
 

Inspiriert durch Soulemama

Dienstag, 5. August 2014

Zeit für : : Brombeeren









Eigentlich hatte ich gestern schon alles bereitgestellt, um auf die Brombeer-Ernte zugehen. Für jedes Kind eine kleine Sammelschale, den Bollerwagen zum Transportieren von Brombeeren (oder Kindern) und ein paar Kissen für die Pause zwischendurch. Aber es kam alles anders, ein Gewitter zog auf und zwang uns unser Vorhaben aufzuschieben. Aufgeschoben ist bekanntlich nicht aufgehoben - uns so ging es heute los. Mit einer Schale mehr im Gepäck für die Oma (dienstags ist bei uns Oma-kommt-Tag ♥).
Nur 150 Meter von unserem Haus entfernt wachsen (oder besser wuchern) die wilden Brombeeren und wir haben genug Beeren sammeln können (die meisten wanderten jedoch direkt in den Mund), um zu Hause noch leckeren Gelee und fruchtstückfreie (die Jungs sind da pingelig) Marmelade herzustellen.
Meine Vorratsregale füllen sich langsam. Nach Erdbeer- und Himbeermarmelade jetzt das Brombeergelee (wobei wir sicherlich noch einmal Pflücken gehen werde...). Bald folgen Pflaumen- und Apfelkompott. Mhhh.
Wer übrigens (wie wir) keine Apfel- oder Pflaumenbäume im Garten hat, aber selber ernten möchte, kann herrenlose Bäume unter www.mundraub.org finden (oder auch Brombeersträucher).
Oder aber das Angebot mancher Obsthöfe nutzen, die zu bestimmten Zeiten ihr Obst zum Selberpflücken (P.Y.O.= Pick your own) anbieten.
Selber ernten lohnt sich immer :-)

Samstag, 2. August 2014

August-Liebe


Hallo lieber August!
Herzlich willkommen! Du bist einer meiner Lieblingsmonate. Während der Juni leicht und rosa war und der Juli flirrend und blau, bist Du gelassener, entspannter und strahlst so schön in violett. Violett wie der Lavendel, die ersten Zwetschgen und die heranreifenden, roten Trauben in den Weinbergen. Und die Feigen aus meinen Kindheitserinnerungen an Italienurlaube.
Jetzt, wo Du da bist, freuen wir uns auf
*  besonders viele Sternschnuppen. Man nennt sie auch "Tränen des Laurentius", nach dem römischen Märtyrer, der am 10. August Namenstag hat. Es lohnt sich also jetzt lange aufzubleiben. Oder eine Sternwarte oder ein Planetarium zu besuchen. Wir haben hier in der Stadt eine kleine (Schul-)Sternwarte, der wir jedes Jahr im August einen Besuch abstatten. Einen Blick durch ein Teleskop in den Himmel zu werfen ist einfach großartig. Für Kinder ist aber auch ein Planetarium ein tolles Erlebnis (ein Verzeichnis aller Sternwarten und Planetarien findet Ihr hier).
*  die Tomaten, die Brombeeren, die Pflaumen und Zwetschgen und die ersten Äpfel. Am liebsten sind mir die Klaräpfel, mit denen kann man super backen oder sie zu Apfelkompott verarbeiten.
* Sonnenblumen, Sonnenblumen und Sonnenblumen.
*eine Nachtwanderung. Die Nächte sind noch immer so schön lau, die Sonne geht früher unter. Mit einer Taschenlampe und Verpflegung im Gepäck geht es auf Entdeckungsreise.
* weitere fröhliche Sommertage am Wasser.
* Sommersteinpilze. Lecker.

Ich wünsche Euch einen herrlichen August!