Samstag, 31. Dezember 2016

Ruhige Tage



Ich kann gar nicht sagen, wie oft ich in den letzten Tagen mit den Jungs Schach gespielt habe. Und das Waldschattenspiel. Wie oft ich vorgelesen habe. Oder strickend mir mit den Kindern Hörspiele angehört habe. Nein, das ist keine Beschwerde. Ich mag die ruhigen Tage nach den Weihnachtsfeiertagen. Die Tage zwischen den Jahren. Die ruhigen Tagen (auch wenn Ruhe immer relativ ist ;-)), die wir zu Hause verbringen. Alle zusammen. Die Tage, die man im Schlafanzug verbringt. Wo man irgendwie nichts macht (und doch abends zufrieden einschläft).


Aber heute ist der letzte (ruhige) Tag im alten Jahr. Der Beginn des neuen Jahres will gefeiert werden.

Die Zeit verrinnt.
Die Spinne spinnt
In heimlichen Geweben.
Wenn heute nacht ein Jahr beginnt,
Beginnt ein neues Leben.
(Joachim Ringelnatz)


Ich wünsche Euch einen guten Start in das neue Jahr!
Alles Liebe und Gute!
Leni



Freitag, 16. Dezember 2016

Weihnachtsstimmung



Man merkt, dass es jetzt in großen Schritten auf Weihnachten zugeht. Die Weihnachts- und Winterbücher sind hier gerade sehr gefragt, allen voran "Wichtelweihnacht im Winterwald" und "Weihnachten in Bullerbü". Und Backen. Basteln und Backen. Fast jeden Tag. Gerne auch in Begleitung von Weihnachtsliedern. Besonders gerne (und oft!) hören und sehen die Jungs Ottos Version von der "Weihnachtsbäckerei" (unbedingt mal anschauen ;-)).
Am Dienstag haben wir nach dieser Anleitung Holzkugel-Sterne gebastelt. Wunderschön anzusehen und anzufassen. Und für Kinder ab ca. 6 Jahren auch ohne Hilfe machbar.
 

Der vierte Advent ist bei uns traditionell das Wochenende, an dem wir den Tannenbaum schmücken. Und die Weihnachtskarten und Päckchen an Freunde, Verwandte und Nachbarn verteilen, bzw. verschicken. Weihnachtslieder im Seniorenheim singen. Christstollen backen.
Und einen Moment innehalten -
was für eine gesegnete Zeit.

Habt einen besinnlichen vierten Advent!



Freitag, 2. Dezember 2016

Ein (be-)sinnlicher Dezember


Keine andere Zeit im Jahr ist so (be)-sinnlich wie der Dezember. Der Duft von Tannengrün und Plätzchen, der Glanz der Kugeln und Lichter, der Geschmack von heißer Schokolade und Bratäpfeln, die Wärme des Feuers und der Bienenwachskerzen, gemeinsames Lesen und Backen. Den Dezember umhüllt Magie, Staunen und Funkeln, Erwartungen und Vorfreude, aber auch Trubel und Geselligkeit.

Wir freuen uns im Dezember auf:

* die 24 Tage des Advent
* den Barbara-Tag (die heilige Barbara steht für Hoffnung) am 04.12. An diesem Tag schneiden wir Zweige von Obstbäumen und Forsythie und stellen sie in warmes Wasser. Vielleicht blühen sie pünktlich zum Weihnachtsfest!
* den Nikolaus-Tag am 06.12.
* den Lucia-Tag (die heilige Lucia bringt das Licht in der dunklen Zeit) am 13.12.
* warme Strickpullis, Kerzenschein und Christstollen.
* den Weihnachtsmarkt. Besonders schöne Weihnachtsmärkte findet man oft auf Burgen oder Schlössern und im Freilichtmuseum!
* das Wunschzettel schreiben (und malen).
* Bratapfel- Essen mit Freunden (das hat schon Tradition).
* Plätzchen backen und Weihnachtslieder singen.
* den Tannenbaum aussuchen (ein Bekannter von uns hat eine Tannenbaum-Plantage).
* das Schmücken des Hauses.
* Tomte Tumetott, Ronja Räubertochter, Harry Potter, der kleine Lord, Weihnachten in Bullerbü
 und 3 Nüsse für Aschenbrödel. Unsere Lieblings-Dezember-Filme.
* die Vogelfütterung im Garten.
* das Adventsgärtlein im Kindergarten (so schön!).
* die Weihnachts- und Winterbücher, die endlich wieder in das Bücherregal dürfen.
* Geschenke basteln, Weihnachtskarten verschicken und lieben Menschen eine Freude machen.
* die längste Nacht im Jahr. Winter-Sonnenwende.
* Heiligabend und Weihnachten.
* die ruhige Zeit zwischen den Tagen.
* Silvester!



Ich wünsche Euch einen wunderbaren Dezember ♥ !

P.S.: Wie der Dezember "nachhaltig" wird, kann man hier nachlesen.

Liebe Grüße
Leni



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Sonjas Monatsmotto
Caros Grünzeug

Mittwoch, 23. November 2016

Wichtelwerkstatt


Diese Woche haben wir viel vorzubereiten. Am Sonntag ist bereits der erste Advent, bis dahin binden wir noch zusammen den Adventskranz und schmücken das Haus vorweihnachtlich.
Dieses Jahr haben wir kleine Tannenbäumchen aus der "Froschhütte" (unserem Eifelgrundstück) ausgegraben (keine Bange, sie kommen nach Weihnachten wieder dort hin zurück) und mit Erde und ein wenig Moos in Einmachgläser gepflanzt (ich habe die kleinen Bäumchen aber auch schon im Gartenmarkt gesehen). Jedes der großen Kinder bekommt ein Einmachglas mit seinem eigenen kleinen Wichtelwald und darf es dekorieren. Mit Pilzen, Wichteln, Zapfen, Eichhörnchen oder Anhängern. Und jede Woche bis Weihnachten darf noch etwas dazukommen.
Adventszeit ist Kerzenzeit. Und gerade die Bienenwachskerzen geben so eine heimelige Wärme wieder und duften dabei unvergleichlich. Im Kindergarten ziehen die Kinder ihre Kerzen aus Bienenwachs selber, für zu Hause besorge ich jede Jahr Bienenwachs-Platten. Letztes Jahr besuchten wir einen Imker und konnten so die Herkunft des Wachses auf eindruckungsvoller Art und Weise nachvollziehen (nächste  Jahr müssen wir unbedingt noch ein Mal dort vorbeischauen!).



Die Kerzen eignen sich auch prima als Geschenke für Freunde und Verwandte. Ebenso wie die kleinen Walnuss-Pilzanhänger (die ich auf Pinterest gefunden habe). Sie sind ganz schnell und einfach gemacht.
Das Glas auf der Fensterbank stammt übrigens noch von hier (und ist schon deutlich leerer geworden).


Den Adventskranz machen wir heute am Nachmittag. Dann duftet das Haus nach Tannengrün. Wunderbar.

Liebe Grüße
Leni

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Caros Grünzeug

Sonntag, 13. November 2016

Der Garten im November



In vielen Regionen in Deutschland ist in den letzten Tagen schon der erste Schnee gefallen und der erste Frost zog auf. Hier im Rheinland hatten wir einfach nur jede Menge Regen. Schlecht für die Kinder, die schon sehnsüchtig auf den ersten Schnee warten, gut für das Gemüse im Garten.
In den Beeten steht noch der Mangold, Sellerie, Rosenkohl, Rotkohl und die Salate. Den Feldsalat hatte ich im Abstand von zwei Wochen gesät (damit wir laufend frischen Feldsalat ernten können) und an jede freie Stelle im Garten (es geht ja nichts über Feldsalat im Winter). So wächst er am Boden in Reihen und im Hochbeet (vorgezogen) kreuz und quer. Die ersten Büschel sind jetzt groß genug, um geerntet zu werden.
Und auch die Blumenzwiebeln und den Knoblauch habe ich (endlich) letzte Woche in die Erde gebracht (stand das doch schon auf meiner Oktober-Liste).


Die letzten Trauben von unserem Hauswein werden von den Vögeln wie von unseren Hühner (sofern Trauben runterfallen) gleichermaßen geschätzt. Genauso wie ein paar verbliebene Herbsthimbeeren. Ansonsten ist es ruhig im Garten geworden. Das Schwirren und Flirren ist verschwunden, die Blätterhaufen riechen erdig, der Kompost ist bis oben hin voll mit Gehäksel, Pflanzenteilen und Laub.


Ende Oktober war ich mit den Kindern im Freichlichtmuseum Kommern, das neben den wunderschönen alten Häusern ebenso schöne Bauerngärten beherbergt. Selbst im Herbst sind die Beete noch voll. Die Gemüseraritäten, Pflanzenanordnungen und die Mischung aus Blumen, Kräutern, Obst- und Gemüse sind immer wieder inspirierend dort.
Mit vielen Ideen für das kommende Gartenjahr, geht das jetzige endgültig zu ende. Die Natur hat sich schon fast vollständig zurückgezogen, um im nächsten Jahr wieder zu erwachen.

Habt ein schönes Wochenende!
Liebe Grüße
Leni

Dienstag, 8. November 2016

Selbstgemachte Weihnachtsgeschenke: Seife


Die Weihnachtswerkstatt ist eröffnet! Zugegeben, etwas früh, aber die Seife braucht noch etwas Zeit (mindestens sechs Wochen), um zu reifen.
Selber Seife herzustellen ist noch recht neu für mich, der erste Versuch (zwei Wochen zuvor) ging so richtig in die Hose. Statt einem festen, wohlriechenden Stück Seife bekam ich einen halb matschigen, halb bröseligen Klumpen nach dem Anschneiden heraus. Zum Glück gibt es tolle Seiten im Internet, auf denen man nicht nur wunderbare Rezepte findet, sondern auch detaillierte Anleitungen und einen Seifenrechner.  Mit Hilfe des Seifenrechners kann man sich die Menge an Lauge und Wasser ausrechnen lassen, die man für die Seifenherstellung benötigt (eine feine Sache!), wenn man nicht nach einem festen Rezept arbeiten möchte.
Das Rezept für meine Ringelblumenseife (eine Eigenkreation mit verhältnismäßig kurzer Zutatenliste mangels vorhandener Rohstoffe, aber einem wirklich gutem Ergebnis) gebe ich gerne weiter:
getrocknete Ringelblumenblüten
250 Gramm Kokosnußfett
250 Gramm Olivenöl
80 Gramm Kakaobutter
20 Gramm Rapsöl
200 Gramm Ringelblumentee (aus destillierten Wasser)
100 Gramm Lauge (NaOH)
ein paar Tropfen Orangenöl
Eine Anleitung zur Seifenherstellung findet Ihr auch unter dem obigen Link (viel besser erklärt als ich das jemals könnte).  Das Sieden der Seife hat mir großen Spaß bereitet, fühlte ich mich doch mit Kittel, Schutzbrille und Handschuhen beinahe wie ein Wissenschaftler im Labor. Leider ist das Sieden der Seife aber nichts für Kinder, da der Umgang mit der Lauge eben größter Vorsicht bedarf. 


Nachdem die Seife (endlich) von meiner To-Do-Liste abgehakt ist, geht es weiter mit den vielen anderen Projekten, die ich noch dort stehen habe. Das Weihnachstwerkeln hat gerade erst angefangen :-)

Liebe Grüße und einen kreativen Dienstag!
Leni


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Creadienstag
HoT

Mittwoch, 2. November 2016

Hallo November!


Im keltischen Jahreslauf gab es nur den Sommer und den Winter als Jahreszeiten. Mit dem 31. Oktober hörte der Sommer auf, mit dem 1. November begann der Winter. Und tatsächlich, alles sommerliche, die Sonnenstrahlen, die durch die bunten Blätter funkeln, die reiche herbstliche Ernte, das Zwitschern der Vögel, das Flirren in der Luft sind mit einem Mal weg und nur noch Erinnerung. Kälte, Nebel, Regen, Dunkelheit. Vergänglichkeit liegt in der Luft. Das Gedenken an die Toten verbinden wir unweigerlich mit dem November. Und Stille.
Aber der November bringt uns auch Gemütlichkeit. Kaminfeuer. Laternenlichter. Ruhe. Geselligkeit. Rückzug. Und Kerzenschein.


Wir freuen uns im November auf:

* Allerheiligen und Allerseelen. Zeit sich zu besinnen. 
* Sankt Martin, Laternen, Lieder und Weckmänner.
* Lesen, Lesen, Lesen! (Bei uns findet jedes Jahr im November das rheinische Lesefestival "Käpt´n Book" mit Autorenlesungen, Theaterstücken, Workshops und vielem mehr statt.)
* einen Spaziergang im Wald. Hier findet man die schönste Dekoration für den bevorstehenden Advent.
* Amaryllis. Wir holen Mitte November die dicken Knollen wieder aus dem Keller und stellen sie ans Fenster. Am Anfang geben wir der Amaryllis nur wenig Wasser, sonst treibt sie nur Blätter und keine Blüten. Mit etwas Glück blüht sie pünktlich zum Weihnachtsfest.
* Kaminabende.
* Waffeln mit heißen Kirschen und Sahne.
* die erste brennende Kerze auf dem Adventskranz.
* schon auf Weihnachten. Jetzt ist die beste Zeit in Ruhe Wunschlisten und Plätzchenrezepte, Weihnachtskarten und Adventskalender zusammenzustellen.
* den ersten Frost, der Rosenkohl und Grünkohl so richtig gut schmecken lässt.

Nun weicht er nicht mehr von der Erde,
Der graue Nebel, unbewegt;
Er deckt das Feld und deckt die Herde,
Den Wald und was im Wald sich regt.
Er fällt des Nachts in schweren Tropfen
Durchs welke Laub von Baum zu Baum,
Als wollten Elfengeister klopfen
Den Sommer wach aus seinem Traum.
Der aber schläft, von kühlen Schauern
Tief eingehüllt, im Totenkleid.
O welch ein stilles, sanftes Trauern
Beschleicht das Herz in dieser Zeit!
Im Grund der Seele winkt es leise,
Und vom dahingeschwundnen Glück
Beschwört in ihrem Zauberkreise
Erinnrung uns den Traum zurück. 
(Hermann von Lingg)
Ich wünsche Euch einen schönen November!

Liebe Grüße
Leni


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Dienstag, 25. Oktober 2016

Das Igelhaus


Igel gehören zu den Lieblingstieren meiner Kinder (und da Schnecken auf ihrer Speisekarte stehen, mag ich sie auch besonders gerne). Letztes Jahr sammelten wir extra Laub und schichteten es zu einem Haufen, um einem Igel einen Platz zum Überwintern zu bieten - und tatsächlich nahm er (oder sie?) das Angebot an. Dieses Jahr wollten wir es dem Igel noch ein wenig behaglicher machen und bauten ihm ein eigenes Haus.
Eine Bauanleitung für das Igelhaus fanden wir hier , das Holz stammt aus der Restekiste im Baumarkt.
Bevor wir das Dach befestigten, füllten wir das Haus noch mit Stroh und Laub.


Geschützt unter Büschen steht das Winterquartier nun und wartet auf einen Gast. Und wir sind so gespannt, ob Igel und Haus zueinander finden.

Liebe Grüße
Leni


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Dienstagsdinge
Grünzeug

Sonntag, 23. Oktober 2016

Familienküche



Ich koche tatsächlich jeden Tag. Mittags. Für alle Kinder (und meinem Vater). Oft werde ich gefragt, ob das nicht viel zu viel Mühe macht. Schließlich könnten die Kinder ja auch in der Schule oder im Kindergarten essen. Nein, es macht (meistens) keine Mühe. Sie macht mir Freude, unsere Familienküche. Denn der Prozeß, in dem das Essen entsteht, ist durch und durch von den Kindern geprägt und begleitet.

Es beginnt mit der Planung. Ich überlege für eine Woche im Voraus zusammen mit den Kindern was wir an welchen Tagen kochen, stelle einen wöchentlichen Menüplan auf. Die Tage sind eingeteilt, es gibt einen Suppentag, einen Kartoffeltag, einen Nudeltag, einen Reistag, einen Tag für süße Gerichte und zwei Tage mit Lieblingsspeisen (z.B. selbstgemachte Pizza). Das klingt erst einmal sehr eintönig (mal abgesehen davon, dass wenn es nach meinen Kindern ginge, es jeden Tag Nudeln mit Tomatensoße geben würde), aber die Abwechslung bringt das saisonalen Angebot. Im Frühling gibt es z.B. gerne Kohlrabi-, Spargel- oder Kräutersuppe. Im Sommer Tomatensuppe oder Gazpacho, im Herbst natürlich Kürbissuppe oder Kartoffelsuppe und im Winter kochen wir gerne einen Linseneintopf oder Rosenkohlsuppe. Und weil jedes Kind eigene Vorlieben hat, stelle ich gerne kleine Schälchen mit Toppings (z.B. Nüsse, Croutons, Kresse) auf den Tisch, so das jeder seine Suppe selbst verfeinern kann (das klappt übrigens auch für viele andere Gerichte ohne die berühmte "Extrawurst" kochen zu müssen).
Und auch zu Kartoffeln, Reis und Nudeln gesellt sich gerne saisonales Gemüse. Mal überbacken im Ofen, mal mit einer Soße, mal püriert oder einfach nur mit Kräutersalz. Und Salat. Ich brauche immer Salat (jetzt wo die Feldsalat-Saison beginnt, bin ich selig). Die Jungs essen manchmal Salat mit, meistens aber lieber nur Rohkost, natürlich auch sauber getrennt in Schälchen (wenn sie doch auch bei anderen Dingen so penibel wären).
Viele gute Anregungen und Rezepte finden sich in diesen Bücher (ich weiß, es gibt noch so viele andere gute, inspirierende Kochbücher):


Barbara Bonisollis erstes Koch- und Gartenbuch liebe ich vor allem wegen der tollen Bilder und den Gemüseanbautipps. Ihr zweites Buch konzentriert sich diesmal mehr auf die Verarbeitung und Konservierung der Gartenschätze (und besticht weiterhin mit wunderschönen Bildern). Leckere, raffinierte Rezepte.
"Veggie for Family" bietet einfach viele Ideen und Anregungen (ich koche eigentlich recht ungern haargenau nach einem Rezept, sondern experimentiere lieber bis es für uns passt :-))
Und "Hhm, lecker" von Karolina Sparring hat mich erst auf die Idee gebracht, eine Wochenmenü so zu planen, wie ich es jetzt tue. Leider gibt es (für mich/uns als Vegetarier) nur wenige Rezepte ohne Fleisch oder Fisch, aber ich mag die Worte zwischen den Rezepten, den Augenmerk den die Autorin auf eine Mahlzeit legt. Eine gemeinsame Mahlzeit ist mehr als bloße Nahrungsaufnahme. Es ist Gemeinschaft, Zusammenhalt und Wohlbefinden. Und deshalb sollte man sie auch zelebrieren.


Obst und Gemüse kaufe ich nach Bedarf (wir haben zum Glück einen kleinen Gemüsehändler in der Nähe), Brot jeden zweiten Tag und alles andere nur einmal in der Woche. Dann geht es zum Einkauf zum Bauern, der in seinem Hofladen auch ein mittelgroßes Sortiment an Demeter-Produkte hat. Die Jungs kommen immer gerne mit zum Einkaufen, was wohl weniger an dem Einkaufserlebnis als solches und mehr an dem Hofeigenen Spielplatz liegt, aber auch an der Neugier, was in dieser Woche den Weg auf unseren Tisch findet (denn auch die sorgfältigste Planung kann schon mal für frische Maiskolben über Bord geworfen werden!).

Meine Kinder kommen oft in die Küche während ich koche. Wer möchte, darf bleiben und mithelfen (und ein paar Zutaten stibitzen) oder, dank der offenen Küche, am Esstisch Hausaufgaben machen, malen oder spielen. Einen Helfer habe ich immer mindestens an meiner Seite.


Gerade bei meinen kleineren Kindern finde ich es spannend zusehen, wie sie die Nahrungsmittel Be-Greifen. Mit allen Sinnen. Und immer wieder neu. Nur weil man letztes Jahr nicht genug von Himbeeren bekommen konnte, heißt es nicht, dass man sie dieses Jahr wieder mag. Und umgekehrt. Oder die Erkenntnis das eine rohe Möhre anders schmeckt als eine gekochte Möhre. Und dieses schonunglos ehrliche Gesicht, wenn etwas nicht schmeckt.
Nein, es macht mir keine Mühe jeden Tag zu kochen. Ich bin dankbar dafür, dass ich es darf.


Liebe Grüße
Leni

P.S.: Verratet Ihr mir Euer Lieblingskochbuch und mit wem Ihr gerne zusammen kocht?

Dienstag, 18. Oktober 2016

Kürbisse für die Kinderküche



Der Kürbis ist aus dem Oktober einfach nicht wegzudenken. Ob verziert, mit Gesicht oder Ornamenten als Deko oder noch im Garten und auf den Feldern. Die Vielfalt der Kürbisse ist riesig, von Tennisball-Größe bis Traktorrad. 
Auf unserer Familienspeisekarte steht momentan jede Woche Kürbissuppe. In allen Variationen. Das färbt natürlich auch auf den "Spielbetrieb" der Kinder ab. Der Kaufmannsladen und die Kinderküche brauchten jetzt dringend auch Kürbisse. Und weil die kleinen Zierkürbisse zwar die richtige Größe, aber im warmen Zimmer nur eine endliche Verweildauer haben, strickte ich (nach einer englischen Anleitung auf Youtube) schnell drei Exemplare nach ihrem Vorbild.
Das ging so leicht von der Hand, dass bestimmt noch weiter Kürbisse folgen. Genug tolle Farben und Formen gibt es ja schließlich.


Ich wünsche Euch einen schönen (kreativen) Dienstag!




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HoT

Sonntag, 16. Oktober 2016

Postkarte aus Holland


4 Tage in Holland liegen gerade hinter uns. Mit Freunden waren wir auf einem Campingplatz (unsere Freunde in ihrem Wohnwagen, wir in einem Haus auf dem Gelände) in der Nähe von Kamperland, direkt am Versemeer und unweit von der Nordsee. Das Gelände ist so weitläufig, dass die Kinder dort von morgens bis abends mit den Fahrrädern die Gegend erkunden können, ohne auf Autoverkehr achten zu müssen. Aber natürlich zog es uns auch an den Strand, der auch mit Mütze, Schal und Gummistiefeln seinen Reiz nicht verliert.  Die Farben des Meeres sind jetzt im Herbst sogar noch viel intensiver als im Sommer (aber welchem Küstenbewohner erzähle ich das ;-)).
Sonnige Tage, kleine Abenteuer, jede Menge Muscheln, der richtige Wind zum Drachensteigen lassen und viel Familienzeit. Manchmal reichen schon wenige Tage, um den Alltag hinter sich zu lassen und in die Ferienzeit einzutauchen.



Im September und Oktober bieten übrigens viele Höfe in Zeeland frisch gepresste Apfel- und Birnensäfte an und laden auch zum Selberpflücken. So lecker. Dazu noch frisch gemachte Poffertjes (oder wie meine Kinder sagen: Poffertiere). Wunderbar!


Habt ein schönes Wochenende!
Liebe Grüße
Leni



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