Freitag, 25. März 2016

Ostervorbereitungen


Die Jungs fiebern Ostern schon seit Aschermittwoch entgegen. Die letzten 9 Tage haben wir sogar zum Abstreichen auf einen Karton übertragen - mit den jeweiligen Vorbereitungen, die zu erledigen sind. Ausgeblasene Ostereier bemalen, Osterzweige für die Vase schneiden, diverse Osterhasen und Eier aus Papier basteln, Osterkarten gestalten und abschicken und natürlich auch die Osterprojekte, die Ihr hier auf den Bildern seht.

Richtig schön sind dieses Jahr die gefärbten Eier geworden. Mit Petersilie- und Farnblättern bestückt, in eine alte Nylonstrumpfhose gewickelt (die Kinder nannten sie die "Bankräuber-Eier" ;-)), in einem Sud aus roter Beete, Rotkohl und einem Schuss Essig hart gekocht und über Nacht ziehen lassen, nahmen die Eier diese wunderschöne blaue Farbe an.



Zum ersten Mal (in der laaangen Tradition der Osternester) wuchs unser Nest nicht auf der Fensterbank mittels Grassamen, sondern kam aus unserem Garten. Mit Moos (das in unserem Garten gerne anstelle von Rasen wächst), Birkenreisig, Buchsbaum und Blüten bestückt, darf der Osterhase seine Eier dieses Jahr hier hinein legen.


Kulinarisch geht kommt man an Ostern natürlich nicht an Kresse-Eiern, dem gebackenen Osterlamm und den Osterplätzchen vorbei. Aber auch sonst sind wir Traditionalisten. Ostersonntag kommt jedes Jahr die ganze Familie zu Brunch und Ostereiersuche zu meinen Schwiegereltern, die direkt neben einem wunderschönen Schlosspark wohnen. Abends wird das Osterfeuer bei Freunden entzündet und am Ostermontag geht es, bei hoffentlich trockenem Wetter, raus in die Natur zum Picknicken.



Habt Ihr Ostertraditionen? Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir erzählt welche!

Mit dabei sind wir auch diese Woche bei Grünzeug!

Ich wünsche uns allen ein frohes Osterfest ♥

Freitag, 18. März 2016

Experimente Teil 1





Die Neugier von Kindern ist grenzenlos. Sie haben einen angeborenen Forschergeist und immer eine Frage auf der Zunge. Ich habe mir vor Jahren einmal geschworen auf eine "Warum?"-Frage meines Kindes nie mit "das ist eben so" zu antworten. Nichts ist einfach eben so. Natürlich ist es fast unmöglich mal neben Mittagessen kochen und Baby füttern einem 4-Jährigen eine naturwissenschaftliche korrekte Antwort darauf zugeben warum Menschen keine Eier legen. Und oft ist eine Antwort aus dem Brockhaus (oder Wikipedia) gar nicht so interessant (und befriedigend). Viel lieber lasse ich meine Kinder erst einmal selbst philosophieren. Ich gebe Fragen zurück und lasse sie überlegen wie oder warum etwas so oder anders ist. Ich rege sie an, sich eigene Antworten und Überlegungen auszudenken und reflektiere dann mit ihnen ihre Ideen.* Ich bin manchmal selbst überrascht wie tiefgründig und phantasiereich kleine Kinder sein können. Sie sind begnadete Philisophen.

Viele Dinge und Zusammenhänge lassen sich aber am besten Erklären, wenn man sie mit allen Sinnen begreifen kann. So ist bei uns vor einiger Zeit der Experimente-Tag entstanden und wird seit dem auch in einer gewissen Regelmäßigkeit begangen. Er macht nicht nur den Kindern Spaß, sondern auch mir (und ich muss zugeben, dass ich jedes Mal noch etwas lerne :-)).

Das erste Experiment, das ich Euch zeigen möchte, und das viele wahrscheinlich schon kennen, ist der Frage gewidmet: Was schwimmt und was sinkt im Wasser?
Der Versuchsaufbau ist sehr einfach. Eine Schüssel wird mit Wasser gefüllt und Gegenstände aus den unterschiedlichsten Materialien werden neben der Schüssel angeordnet. Nun sollen die Kinder bevor sie die Gegenstände in das Wasser legen, zuerst eine Vermutung über die Schwimtauglichkeit ausprechen. Bei leichten Gegenständen liegt die Vermutung nahe, dass sie schwimmen (Feder), bei schweren, dass sie sinken (Stein). Das hat etwas mit ihrer Dichte zu tun. Ist die Dichte des Gegenstandes geringer als die Dichte des Wassers, dann schwimmt er, da das Wasser die Erdanziehungskraft kompensiert. Je mehr Dichte ein Gegenstand hat, desto schwerer ist er. Eine Schüssel mit Wasser ist also schwerer als eine Schüssel mit Federn, aber leichter als eine Schüssel mit Steinen. Das ist der Grundsatz. Aber warum schwimmen Frachtschiffe aus Stahl? Was meint Ihr?

Liebe Grüße
Leni


* Wie man mit Kindern philosophiert kann Euch auch Caro erzählen. Nachzulesen unter www.naturkinder.com .

Donnerstag, 10. März 2016

Foodsharing


Letztes Jahr auf dem Saatgutfestival in Düsseldorf (für Interssierte: am Samstag findet das Saatgutfestival 2016 in Düsseldorf wieder statt) war auf dem Schulgeländer des Veranstaltungsortes ein kleine Stand aufgebaut. Er wäre mir gar nicht groß aufgefallen, wären meine Kinder mir nicht strahlend mit einer Banane in der Hand von diesem Stand entgegengekommen. Es war der Stand der Organisation "Foodsharing" (der die Bananen austeilte). Diese Organisation setzt sich gegen die Verschwendung von Lebensmitteln ein und bemüht sich um Aufmerksamkeit für einen nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln. Und jeder kann mithelfen. Entweder als sogenannter Foodsaver, der übriggebliebene Lebensmittel von Supermärkten, Restaurants und ähnlichen Betrieben abholt und weiterverteilt oder als Essensretter im eigenen Haushalt.
Angemeldet auf der Foodsharing Internetseite habe ich mich schon am nächsten Tag und kurz darauf gab ich dann auch schon den ersten Essenskorb (so heißen die Lebensmittelabgaben) auf. Enthalten waren fälschlich eingekaufte Lebensmittel (passiert wenn man Kinder lossschickt :-)) und Mitbringsel von Gästen, die bei uns keinen großen Anklang fanden. Allesamt zum Wegwerfen viel zu schade. Kurz nachdem mein Essenskorb online war, meldeten sich die ersten Interessenten. Abgeholt hat das erste Lebensmittelsammelsorium übrigens am Ende eine sehr nette Studentin.
Mittlerweile nutze ich die Plattform regelmäßig. Wenn zum Beispiel im Beet wieder eine Zucchini- oder Tomatenschwemme herrscht oder wir vor dem Urlaub noch (verderbliche) Lebensmittel über haben. Und empfehlen kann ich es wirklich Jedem.

Ideen und Projekte für ein nachhaltiges und umweltbewußtes Leben gibt es zum Glück immer mehr.
Auf dem neu gegründeten Blog Einfachnachhaltigbesserleben  ,kurz EiNab, findet Ihr viele Beiträge und Informationen dazu. Vorbeischauen lohnt sich. Und natürlich auch bei Foodsharing!

Liebe Grüße
Leni


Mittwoch, 2. März 2016

( Der) März (macht alles neu)


Mit dem März beginnt (für uns) der lang ersehnte Frühling. Die Natur erwacht und schenkt uns eine neue Welt. Der Garten kommt zur neuer Farbe durch Krokusse, Forsythien, Traubenhyazinthen und vielen anderen Frühjahrsblühern. Die Tür zum Garten steht bei uns jetzt tagsüber wieder offen, die frische Luft ist berauschend, und die Kinder verlegen ihren Spielplatz jetzt immer öfter von drinnen nach draußen. Die dicken Winterjacken kommen zurück in den Kleiderschrank. Alles fühlt sich jetzt leichter an. Auch in der Küche. Vergessen sind die kräftigen Wintersuppen, die uns so schön von innen gewärmt haben. Wir lieben jetzt das frische Grün der Kräuter. Und ganz besonders den Bärlauch.

Er sprießt jetzt nicht nur in unserem Garten, sondern bedeckt auch ganze Flure im Wald. Aus im lassen sich herrliche Suppen zaubern, er veredelt Kräuterbutter und Kräuterquark und gehört einfach zum Frühling.

Phänologisch gesehen (also nach dem Entwicklungsstand der Pflanzen betrachtet) befinden wir uns gerade übrigens im Vorfrühling. Schneeglöckchen und Krokusse kündigen an, was sich im April manifestiert: der Frühling ist da!


Aber nicht nur die Vorfreude auf den Frühling in all seiner Pracht lässt uns den März gerne willkommen heißen. Der März steht für Erneuerung. Nicht nur in der Natur. Auch in der Familie. Manchmal sind es nur kleine banalen Dingen die erneuert werden müssen. Wie zum Beispiel die Garderobe der Kinder, die Kleidung aus der sie herausgewachsen sind. Manchmal sind es aber große Pläne, Entscheidungen und Vorhaben, die sich mit dem Schwung des Frühlings erst ergeben. Ja, der März ist ein besonderer Monat. Nach dem alten römischen Kalender war er der erste Monat im Jahr. Er war der Wechsel zwischen alt und neu. Die Erneuerung. Der Neuanfang.
Der März hat etwas unglaublich Erfrischendes. Die Kinder rennen leichtfüßig durch die Natur, die Sonnenstrahlen wärmen das Gesicht, die Müdigkeit des Winters ist vergessen. Der Tatendrang ist groß. Die Freude über die Rückkehr der Blumen und Tiere riesig. Mancher Anblick schien fast vergessen nach einem ganzen Jahr.
Und diesen März macht noch etwas besonders. Er darf dieses Jahr das Osterfest ausrichten.



Ich wünsche Euch einen wunderschönen März ♥