Freitag, 29. April 2016

Auf dem Jungpflanzenmarkt


Der Jungpflanzenmarkt ist für mich so in etwas das, was ein Süßigkeitenladen für Kinder ist. Ein kleines Schlaraffenland.
Eine ganze Woche lang findet auf dem Biohof Apfelbacher in Bornheim der Verkauf von Jungpflanzen statt. Hier findet man neben den verschiedensten Tomatensorten und Gemüserarietäten auch Beerensträucher und Blumen.
Die meisten Gemüse- und Salatpflanzen für meinen Garten ziehe ich in meinen Anzuchtkästen selber vor. Das Angebot an samenfesten, ökologisch vermehrten, altbewährten und neugezüchteten Saatgut ist groß, der Platz auf Fensterbank und im Gewächshaus dann doch begrenzt, und so ist der Jungpflanzenmarkt eine gute Gelegenheit die noch leeren Reihen im Gemüsebeet zu füllen. Zum Beispiel mit einer Zucchini die "Tondo Chiar di Nizza" heißt (was für ein Name) und runde, grüne Früchte hervorbringt oder violettem Rosenkohl, zartem Butterkohl und süßem Mais. Und sind wir mal ehrlich: kann man eigentlich genug Tomatenpflanzen haben? Wenn man einmal angefangen hat Tomatensorten abseits den bekannten (und im "normalen" Handel erhältlichen) Sorten anzubauen, befällt einem eine wahre Sammelleidenschaft.
Jetzt, am Wochenende, soll das Wetter wieder milder und sonniger werden. Eine gute Zeit um endlich die die Kartoffeln in die Erde zubringen und allen neuen Jungpflanzen einen Platz im Garten zugeben. Für die frostempfindlichen Zucchinis, Kürbis- und Tomatenpflanzen halte ich jedoch immer einen Frostschutz bereit; zu unbeständig zeigt sich gerade das Wetter.

Ich wünsche euch ein tolles (grünes) Wochenende!


Verlinkt mit Grünzeug und dem Freutag

Donnerstag, 28. April 2016

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Gerstern haben wir den ersten Geburtstag im Jahr gefeiert. Vier Jahre alt ist mein Drittgeborener nun. Das schmusigste und kuscheligste Kind von allen. Der mit der lautesten Stimme. Und den blondesten Haaren. Der, der so gerne kocht und alles probiert. Der heimlich Süßigkeiten mopst und sich dafür kein bißchen schämt. Der, der immer alles mit seinen Brüdern teilt. Der Eichhörnchen-Liebhaber und Marienkäfer-Sammler. Der, der Jahre lang nur mit einer Hand in meinen Haaren eingschlafen ist. Und der als Einziger mit einem Spitznamen angeredet wird. Der, dessen Lachen so einnehmend ist.
Der sonnigste und tollste Vierjährige auf der ganzen Welt (für uns) ♥!


Dienstag, 26. April 2016

...und noch mehr Löwenzahn!


Der Löwenzahn begegnet uns momentan nicht nur auf der Wiese, sondern ist auch im Haus allgegenwärtig. Ob am Fenster, im Malbuch oder aus Wollpompoms (auf dem vorletzten Bild unten) in den Kinderzimmern. 
Die Idee aus gelber und grüner Wolle, sowie grünem Pfeifenreiniger eine Löwenzahnblume zugestalten stammt übrigens von hier. Genauso wie noch viele andere Bastelideen mit und für Kinder zum Thema Löwenzahn!

Habt einen schönen Dienstag!

Verlinkt mit dem Creadienstag

Sonntag, 24. April 2016

Löwenzahn



Wenn der April eine Farbe wäre, dann wäre er mit Sicherheit gelb. Forsythien, Narzissen, der Ranunkelstrauch, die Rapsfelder und der Löwenzahn - alle blühen jetzt in einem satten Gelbton.
Auf einer Wiese unweit unseres Hauses ist die Löwenzahn-Dichte besonders groß, woran meine Kinder nicht ganz unbeteiligt sind. Schließlich lieben sie es den Samen des Löwenzahns in Form von Pusteblumen zu verteilen (ich übrigens auch).
Wunderbare Rezepte kann man gerade überall für und mit dem Löwenzahn in Zeitschriften, auf Blogs und im Netz finden. Ob als Gelee, Tee, Salat, Sirup oder Suppe - der Löwenzahn ist ein Allrounder, wenn man seinen herben Geschmack mag.
Bei uns kommt er zu königlichen Ehren ;-)



Gelb macht gute Laune - und damit wünsche ich Euch einen schönen Sonntag!

Verlinkt mit ♥:
Misses Red Fox nice little things around
Soulsistermeet friends´Sonntagsglück
Fräulein Ordungs Wochenglück
Naturkinders Grünzeug
#wib Geborgen Wachsen 



Freitag, 15. April 2016

April, im Garten

 






Das Wetter ist gerade ideal. Für den Garten. Temperaturen tagsüber zwischen 12-17 Grad und nachts nicht unter 3 Grad Celsius, Regen und Sonnenschein im Wechsel lassen die Kräuter, das Gemüse und den Salat sprießen. Nachdem im Kräuterbeet der Bärlauch bisher tonangebend war, nimmt sich jetzt der Waldmeister allen Raum. Und genau wie der Bärlauch, der Borretsch und Ringelblumen gilt: ist er einmal im Garten angekommen, bleibt er dem Garten treu (und erobert jedes Jahr neue Ecken).

Die Pflaumenbäume stehen jetzt auch in voller Blüte. Vor sechs Jahren habe ich einen Reneklodenbaum gepflanzt und jetzt endlich blüht er das erste mal genauso üppig wie der Mirabellenbaum, den ich zeitgleich in die Erde setzte, und der sich jedes Jahr mit Blüten und Früchten noch übertrifft.

Und auch der Rhabarber hat in der letzten Woche einen enormen Schub gemacht. Vier Rhabarberpflanzen habe ich im Garten, die sich den Platz mit den Erdbeeren teilen. Rhabarber ist standorttreu, meine Pflanzen stehen schon seit Jahren an der gleichen Stelle. Im Frühjahr bekommen sie reichlich Kompost, im Winter eine Decke aus Stroh. Dann zieht sich der Rhabarber ganz in den Boden ein und ich erwarte mit Spannung im Frühjahr die ersten roten Knospen.

Die ersten Tomaten durften letzte Woche auch schon nach draußen umziehen.  Für die Freilandtomaten ist es noch zu früh, aber meine Zinkwannen- und Topftomaten sind bereits umgetopft. Sie stehen geschützt und können im Falle eines Kälteeinbruchs auch rein ins Haus geholt werden. Auf meiner Fensterbank ist es aber trotzdem noch nicht leerer geworden. Damit die Salat-, Kohlrabi- und Kräuterversorgung nicht irgendwann ins Stocken gerät, habe ich bereits neue Pflanzen in Schalen ausgesät.

Jeden Tag gibt es gerade im Garten etwas Neues zu bewundern. Und zu tun. Und irgendwo habe ich letztens gelesen, Gartenarbeit sei für den Geist wie Yoga. So ein Glück!

Habt ein schönes Wochenende!
Liebe Grüße
Leni

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Caros Grünzeug

Dienstag, 12. April 2016

Ein (All-) Tag


Über zwei Jahre schreibe ich jetzt, mal mehr und mal weniger regelmäßig, auf diesem Blog. Über Aktivitäten mit meinen Kindern, Festen und Ritualen zu jeder Jahreszeit, unserem "Familienjahresrhythmus" so zusagen, über den Gemüse- und Obstanbau im Garten und Bastel- und DIY-Projekte mit Kindern. Über unseren Alltag erfährt man an dieser Stelle sehr wenig. Darum habe ich beschlossen, im Rahmen von 12 von 12 einmal mitzumachen, und 12 Bilder von diesem Tag, unserem Alltag hier festzuhalten. Bitte schön :-)

Dienstag, der 12.April 2016:


Gegen 5:30 Uhr beginnt mein Tag, das erste Kind (mein Jüngster) ist wach. Nach und nach folgen die anderen drei Kinder. Wir haben ein Familienbett. Genau gesagt sind es zwei zusammengeschobene Betten mit einer beachtlichen Liegefläche von 3,70m. Jedes Kind hat sein eigenes Bett, darf aber jederzeit auch im Familienbett schlafen.

Mein Schulkind verläßt nach dem gemeinsamen Frühstück als Erster das Haus. Etwas später folgen meine beiden Kindergartenkinder. Leider sind Kindergarten und Schule nicht fußläufig erreichbar. Für die Schule gibt es eine Fahrgemeinschaft; zum Kindergarten fahre ich jeden Morgen selber. Normalerweise ist Dienstag = Omatag. Oma, die in einer anderen Stadt wohnt, kommt dann für einen ganzen Tag vorbei und die Kinder gehen nicht in den Kindergarten, sondern unternehmen oder spielen etwas mit ihr. In dieser Woche kommt sie jedoch ausnahmsweise am Donnerstag.



Den Vormittag verbringe ich mit meinem Würmchen. Wenn das Wetter und der Terminplan (oder der Wäscheberg) es zulassen, geht raus an die frische Luft. Dann ist die beste Zeit nach dem Gemüse im Garten zu sehen.


Zum Mittagessen sind alle Kinder wieder zu Hause. In der Schule und im Kindergarten sind wir, was die Abholzeiten betrifft, echte Außenseiter. Aus allen drei ersten Klassen werden gerade mal 3 Kinder direkt nach dem Unterricht abgeholt. Alle anderen Kinder gehen in die Übermittagsbetreuung oder in die OGS. Im Kindergarten sind meine Kinder fast die Einzigen, die nicht dort zum Mittagessen bleiben.

Ich bereite fast immer mit meinem Dreijährigen zusammen das Essen zu. Er liebt es mitzukochen und alles zu probieren.

Währendessen macht mein großer Hausaufgaben...


...und Opa liest Bücher (oder wie auf diesem Bild Asterix & Obelix) vor. Mein Vater ist fast jeden Tag bei uns, holt die Kinder vom Kindergarten ab und kauft für das Mittagessen frische Zutaten beim Gemüsehändler ein. Und vor allen Dingen: keiner kann Geschichten spannender vorlesen als er.


Am frühen Nachmittag geht es dienstags für mein großes Kind zum Hockey. Während mein Würmchen Mittagsschlaf hält (von Opa behütet), geht es mit den anderen Kindern auf dem Fahrrad zum Einkaufen. Dank dem Lastenfahrrad (und einem Motor) sind zwei Kinder plus Einkaufskorb kein Problem.



Später am Nachmittag nutzen wir das tolle Wetter noch für einen Spaziergang. Knapp 100 Meter hinter unserem Haus beginnt das Naturschutzgebiet, besser geht es kaum ;-)



Abends habe ich dann vier müde, ein wenig dreckige, Kinder am Essentisch sitzen, die eine Menge zu erzählen haben (naja, drei zumindest).

Und damit wünsche ich Euch eine gute Nacht!
Liebe Grüße
Leni




Sonntag, 10. April 2016

Wochenglück


Wenn der Frühling ein Gefühl im Körper wäre, dann sicherlich ein Kribbeln im Bauch. Er läßt einen nicht still sitzen, nicht auf dem Sofa oder im Bett verweilen. Er beschwingt einen, macht alles leichter und ermuntert zu neuem Tatandrang. Besonders merke ich das an den Kindern. Nachdem die Natur hier im Winter (ohne Schnee) recht trostlos und öde war, bietet sie jetzt wieder Raum zum Erforschen, Staunen und Wundern.
Wir haben in dieser Woche (bei bestem Frühlingswetter) mit Freunden einen Wanderung mit anschließendem Picknick gemacht, umgeben von unzählbar vielen Buschwindröschen.  Diese weißblühenden und gerne in üppigen Teppichen wachsende Blumen sind für mich der Inbegriff für den Frühling im Wald.

Die Nachmittage haben wir größtenteils im Garten verbracht. So viel ist jetzt zu tun, der Geruch von frischer Erde immer um uns herum. Wir haben die Hochbeete wieder mit  Salat, Kohlrabi, Möhren und Radieschen bepflanzt. Und Brokkoli. Für unseren Schmetterling und seine Freunde. Wir haben die ersten Bienen und Hummeln im Garten begrüßt und das erste Unkraut aus den Beeten gezogen. Und wir haben entspannt in der Sonne gesessen und dem Vogelgezwitscher gelauscht.


Ich hoffe, Ihr hattet eben so schöne Frühlingstage und wünsche Euch einen sonnigen Sonntag ♥




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Dienstag, 5. April 2016

Unser Herbarium




Es ist eigentlich nie so, dass meine Kinder ohne ein Mitbringsel aus der Natur wieder nach Hause kommen. Einer sammelt leidenschaftlich Steine, der andere bringt immer mindestens einen Stock mit. Eicheln, Kastanien, Nüsse, Nussschalen, Blätter und Gräser sowieso. Und Blumen. Die haben wir dieses Jahr nicht wie sonst in die Vase gestellt, sondern in einer Presse getrocknet. Von allem, was gerade jetzt im Frühjahr blüht, haben wir ein Exemplar gesammelt und gepresst. Jetzt, nach zwei Wochen sind die Blumen bereit in ein Buch geklebt und beschriftet zu werden. Wir machen ein Sammelalbum für Pflanzen - ein Herbarium.
Für das Album haben wir ein Skizzenbuch genommen, das Papier ist so schön dick. Dann haben wir die gepressten Blumen eingeklebt und bestimmt. Mein Erstklässler hat den Namen neben der jeweiligen Blume notiert, ihre Pflanzengattung und den lateinischen Namen, Fundort und Datum.
So konserviert, bleiben die Pflanzen eine kleine Ewigkeit erhalten. Mein Herbarium, das ich als Kind angelegt hatte, hat mittlerweile leicht vergilbte Seiten. Die Blumen jedoch haben ihre Farbe nicht verloren.

So, jetzt überlege ich mir, was wir mit den Steinen und Stöcken so alles anfangen können ;-)
Habt einen schönen (Crea-) Dienstag!

Freitag, 1. April 2016

April, April!




Auf den Frühling warte ich eigentlich schon seit Februar. Nur ganz langsam begann die Natur sich zu verändern und zu erneuern. Und dann: "Bäm!". Von einem Tag auf den anderen, so scheint es, fast wie auf Knopfdruck, ist der Frühling da. Während Krokusse und Schneeglöckchen nur Vorgeplänkel waren, geht es jetzt los mit dem Blütenfeuerwerk. Nicht nur deshalb ist der April mein heimlicher Wonnemonat.

Denn jetzt ist Zeit für:

* Kräuter, Kräuter und nochmal Kräuter. Die stehen jetzt im vollen Saft und sind bereit um Butter, Quark, Quiches und Suppen beizuwohnen. Die beste Zeit also um eine Kräuterwanderung zumachen.

* Frühlingsblumensträuße. Nichts duftet so betörend wie Flieder. Schon als Kind stand auf meinem Geburtstagstisch immer ein Strauß Flieder aus dem Garten.

* Vogelbeobachtungen. Alle Vögel sind jetzt bald wieder da!

* Ausflüge in die Natur. Die gehen natürlich immer, aber jetzt machen wir wieder Radtouren mit Picknick-Auszeit auf gelben Löwenzahnwiesen.

* Blühende Obstbäume. Oder besser: ganze Obstbaumwiesen.

* Spargel. In allen Variationen. Mittlerweile bieten viele Höfe an (nach einer Einweisung), den Spargel selber zu stechen.

* den Gemüsegarten. Wir bringen jetzt die Kartoffeln in die Erde, säen und ernten bereits die ersten Radieschen und den Kohlrabi.

* die Walpurgisnacht am 30. April. Oder auch den Tanz in den Mai. Aber das hat noch Zeit... Jetzt ist erst einmal der April dran.

Ich wünsche Euch einen wunderbaren April!

P.S. Diesen Beitrag (und einige mehr) findet Ihr wieder bei Grünzeug. Reinschauen lohnt sich :-)