Dienstag, 25. Oktober 2016

Das Igelhaus


Igel gehören zu den Lieblingstieren meiner Kinder (und da Schnecken auf ihrer Speisekarte stehen, mag ich sie auch besonders gerne). Letztes Jahr sammelten wir extra Laub und schichteten es zu einem Haufen, um einem Igel einen Platz zum Überwintern zu bieten - und tatsächlich nahm er (oder sie?) das Angebot an. Dieses Jahr wollten wir es dem Igel noch ein wenig behaglicher machen und bauten ihm ein eigenes Haus.
Eine Bauanleitung für das Igelhaus fanden wir hier , das Holz stammt aus der Restekiste im Baumarkt.
Bevor wir das Dach befestigten, füllten wir das Haus noch mit Stroh und Laub.


Geschützt unter Büschen steht das Winterquartier nun und wartet auf einen Gast. Und wir sind so gespannt, ob Igel und Haus zueinander finden.

Liebe Grüße
Leni


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Sonntag, 23. Oktober 2016

Familienküche



Ich koche tatsächlich jeden Tag. Mittags. Für alle Kinder (und meinem Vater). Oft werde ich gefragt, ob das nicht viel zu viel Mühe macht. Schließlich könnten die Kinder ja auch in der Schule oder im Kindergarten essen. Nein, es macht (meistens) keine Mühe. Sie macht mir Freude, unsere Familienküche. Denn der Prozeß, in dem das Essen entsteht, ist durch und durch von den Kindern geprägt und begleitet.

Es beginnt mit der Planung. Ich überlege für eine Woche im Voraus zusammen mit den Kindern was wir an welchen Tagen kochen, stelle einen wöchentlichen Menüplan auf. Die Tage sind eingeteilt, es gibt einen Suppentag, einen Kartoffeltag, einen Nudeltag, einen Reistag, einen Tag für süße Gerichte und zwei Tage mit Lieblingsspeisen (z.B. selbstgemachte Pizza). Das klingt erst einmal sehr eintönig (mal abgesehen davon, dass wenn es nach meinen Kindern ginge, es jeden Tag Nudeln mit Tomatensoße geben würde), aber die Abwechslung bringt das saisonalen Angebot. Im Frühling gibt es z.B. gerne Kohlrabi-, Spargel- oder Kräutersuppe. Im Sommer Tomatensuppe oder Gazpacho, im Herbst natürlich Kürbissuppe oder Kartoffelsuppe und im Winter kochen wir gerne einen Linseneintopf oder Rosenkohlsuppe. Und weil jedes Kind eigene Vorlieben hat, stelle ich gerne kleine Schälchen mit Toppings (z.B. Nüsse, Croutons, Kresse) auf den Tisch, so das jeder seine Suppe selbst verfeinern kann (das klappt übrigens auch für viele andere Gerichte ohne die berühmte "Extrawurst" kochen zu müssen).
Und auch zu Kartoffeln, Reis und Nudeln gesellt sich gerne saisonales Gemüse. Mal überbacken im Ofen, mal mit einer Soße, mal püriert oder einfach nur mit Kräutersalz. Und Salat. Ich brauche immer Salat (jetzt wo die Feldsalat-Saison beginnt, bin ich selig). Die Jungs essen manchmal Salat mit, meistens aber lieber nur Rohkost, natürlich auch sauber getrennt in Schälchen (wenn sie doch auch bei anderen Dingen so penibel wären).
Viele gute Anregungen und Rezepte finden sich in diesen Bücher (ich weiß, es gibt noch so viele andere gute, inspirierende Kochbücher):


Barbara Bonisollis erstes Koch- und Gartenbuch liebe ich vor allem wegen der tollen Bilder und den Gemüseanbautipps. Ihr zweites Buch konzentriert sich diesmal mehr auf die Verarbeitung und Konservierung der Gartenschätze (und besticht weiterhin mit wunderschönen Bildern). Leckere, raffinierte Rezepte.
"Veggie for Family" bietet einfach viele Ideen und Anregungen (ich koche eigentlich recht ungern haargenau nach einem Rezept, sondern experimentiere lieber bis es für uns passt :-))
Und "Hhm, lecker" von Karolina Sparring hat mich erst auf die Idee gebracht, eine Wochenmenü so zu planen, wie ich es jetzt tue. Leider gibt es (für mich/uns als Vegetarier) nur wenige Rezepte ohne Fleisch oder Fisch, aber ich mag die Worte zwischen den Rezepten, den Augenmerk den die Autorin auf eine Mahlzeit legt. Eine gemeinsame Mahlzeit ist mehr als bloße Nahrungsaufnahme. Es ist Gemeinschaft, Zusammenhalt und Wohlbefinden. Und deshalb sollte man sie auch zelebrieren.


Obst und Gemüse kaufe ich nach Bedarf (wir haben zum Glück einen kleinen Gemüsehändler in der Nähe), Brot jeden zweiten Tag und alles andere nur einmal in der Woche. Dann geht es zum Einkauf zum Bauern, der in seinem Hofladen auch ein mittelgroßes Sortiment an Demeter-Produkte hat. Die Jungs kommen immer gerne mit zum Einkaufen, was wohl weniger an dem Einkaufserlebnis als solches und mehr an dem Hofeigenen Spielplatz liegt, aber auch an der Neugier, was in dieser Woche den Weg auf unseren Tisch findet (denn auch die sorgfältigste Planung kann schon mal für frische Maiskolben über Bord geworfen werden!).

Meine Kinder kommen oft in die Küche während ich koche. Wer möchte, darf bleiben und mithelfen (und ein paar Zutaten stibitzen) oder, dank der offenen Küche, am Esstisch Hausaufgaben machen, malen oder spielen. Einen Helfer habe ich immer mindestens an meiner Seite.


Gerade bei meinen kleineren Kindern finde ich es spannend zusehen, wie sie die Nahrungsmittel Be-Greifen. Mit allen Sinnen. Und immer wieder neu. Nur weil man letztes Jahr nicht genug von Himbeeren bekommen konnte, heißt es nicht, dass man sie dieses Jahr wieder mag. Und umgekehrt. Oder die Erkenntnis das eine rohe Möhre anders schmeckt als eine gekochte Möhre. Und dieses schonunglos ehrliche Gesicht, wenn etwas nicht schmeckt.
Nein, es macht mir keine Mühe jeden Tag zu kochen. Ich bin dankbar dafür, dass ich es darf.


Liebe Grüße
Leni

P.S.: Verratet Ihr mir Euer Lieblingskochbuch und mit wem Ihr gerne zusammen kocht?

Dienstag, 18. Oktober 2016

Kürbisse für die Kinderküche



Der Kürbis ist aus dem Oktober einfach nicht wegzudenken. Ob verziert, mit Gesicht oder Ornamenten als Deko oder noch im Garten und auf den Feldern. Die Vielfalt der Kürbisse ist riesig, von Tennisball-Größe bis Traktorrad. 
Auf unserer Familienspeisekarte steht momentan jede Woche Kürbissuppe. In allen Variationen. Das färbt natürlich auch auf den "Spielbetrieb" der Kinder ab. Der Kaufmannsladen und die Kinderküche brauchten jetzt dringend auch Kürbisse. Und weil die kleinen Zierkürbisse zwar die richtige Größe, aber im warmen Zimmer nur eine endliche Verweildauer haben, strickte ich (nach einer englischen Anleitung auf Youtube) schnell drei Exemplare nach ihrem Vorbild.
Das ging so leicht von der Hand, dass bestimmt noch weiter Kürbisse folgen. Genug tolle Farben und Formen gibt es ja schließlich.


Ich wünsche Euch einen schönen (kreativen) Dienstag!




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Sonntag, 16. Oktober 2016

Postkarte aus Holland


4 Tage in Holland liegen gerade hinter uns. Mit Freunden waren wir auf einem Campingplatz (unsere Freunde in ihrem Wohnwagen, wir in einem Haus auf dem Gelände) in der Nähe von Kamperland, direkt am Versemeer und unweit von der Nordsee. Das Gelände ist so weitläufig, dass die Kinder dort von morgens bis abends mit den Fahrrädern die Gegend erkunden können, ohne auf Autoverkehr achten zu müssen. Aber natürlich zog es uns auch an den Strand, der auch mit Mütze, Schal und Gummistiefeln seinen Reiz nicht verliert.  Die Farben des Meeres sind jetzt im Herbst sogar noch viel intensiver als im Sommer (aber welchem Küstenbewohner erzähle ich das ;-)).
Sonnige Tage, kleine Abenteuer, jede Menge Muscheln, der richtige Wind zum Drachensteigen lassen und viel Familienzeit. Manchmal reichen schon wenige Tage, um den Alltag hinter sich zu lassen und in die Ferienzeit einzutauchen.



Im September und Oktober bieten übrigens viele Höfe in Zeeland frisch gepresste Apfel- und Birnensäfte an und laden auch zum Selberpflücken. So lecker. Dazu noch frisch gemachte Poffertjes (oder wie meine Kinder sagen: Poffertiere). Wunderbar!


Habt ein schönes Wochenende!
Liebe Grüße
Leni



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Wochenende in Bildern

Freitag, 7. Oktober 2016

Ein Zwergenkürbishaus





Gestern nutzten wir das kalte, regnerische Wetter um drinnen bei Tee und Kakao einen Kürbis (aus unserem Garten!) in ein Zwergenhaus zu verwandeln.
Zuerst wurden Vorlagen für das Haus angefertigt, es wurde überlegt, was die Zwerge wohl alles zum Wohnen brauchen und wie es aussehen soll (auch ein wenig inspiriert durch Pinterest). Dann ging es los. Wir konnten viele Materialien verwenden, die uns der Herbst gerade bietet: bunte Blätter, Bucheckerhütchen, Kastanien, Eicheln, Zweige und Blumen.
Drei Zwerge durften am Ende einziehen in das große Kürbishaus. Illuminiert durch ein Teelicht im Glas, erleuchtet das Zwergenhaus morgens und abends, wenn es draußen schon oder noch dunkel ist, unseren Esstisch. Ansonsten steht er vor unserem Haus auf einer Bank, damit er uns noch etwas länger erhalten bleibt.

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!
Liebe Grüße
Leni


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Caros Grünzeug

Samstag, 1. Oktober 2016

Magischer Oktober!



Dem phänologischen Kalender nach gibt es 10 Jahreszeiten. Diese Jahreszeiten spiegeln den Verlauf der Natur wieder. Der Herbst ist dort in drei Abschnitte gegliedert: Frühherbst, Vollherbst und Spätherbst. Und während der September uns an manchen Tagen noch hat glauben lassen, dass der Sommer noch nicht vorbei ist, stehen wir im Oktober im Vollherbst. Und genau so fühlt es sich auch an, oder? Voll-Hebst. Jetzt heißt es endgültig Abschied nehmen von den warmen, unbeschwerten Tagen. Die Sonne geht jetzt merklich früher unter, die Nächte sind empfindlich kälter geworden. Der Nebel macht alles irgendwie geheimnisvoller. Die Natur erhebt sich noch einmal zu einem Crescendo, die bunten Blätter gleichen einem Feuerwerk. Nüsse, Äpfel und Kürbisse laden uns zur Ente ein. Die Herbststürme lassen die Drachen weit nach oben fliegen.
Und noch viel mehr macht den Oktober zu einem magischen Monat.
Wir freuen uns auf:

* das Erntedankfest! Und es gibt so viel für das wir dankbar sind.
* Kerzenlicht und Gemütlichkeit
* einen Kindergeburtstag. 6 Jahre wird unser wilder Kerl.
* den Besuch eines Kürbisfeldes. Ein unwirklicher Anblick, wenn diese leuchtend orangenen, großen Kürbisse auf dem Boden verstreut liegen.
* Kürbissuppe. In allen Variationen. Mal asiatisch angehaucht, mal scharf, mal deftig.
* Pilze. Nachdem der September so trocken war, muss es jetzt im Oktober einfach klappen mit der Pilzsuche!
* den Frühling. Ja, richtig gelesen. Denn jetzt kommen noch schnell die Zwiebeln der Frühlingsblüher in den Boden.
* auf das Knoblauchstecken. Für eine frühe Ernte im nächsten Jahr.
* Spaziergänge im Wald
* Lagerfeuer, Stockbrot und Marshmellows
* Halloween! Ein besonderer Tag.




Ich wünsche Euch einen wunderbaren Oktober!


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Sonjas Monatsmotto