Mittwoch, 23. November 2016

Wichtelwerkstatt


Diese Woche haben wir viel vorzubereiten. Am Sonntag ist bereits der erste Advent, bis dahin binden wir noch zusammen den Adventskranz und schmücken das Haus vorweihnachtlich.
Dieses Jahr haben wir kleine Tannenbäumchen aus der "Froschhütte" (unserem Eifelgrundstück) ausgegraben (keine Bange, sie kommen nach Weihnachten wieder dort hin zurück) und mit Erde und ein wenig Moos in Einmachgläser gepflanzt (ich habe die kleinen Bäumchen aber auch schon im Gartenmarkt gesehen). Jedes der großen Kinder bekommt ein Einmachglas mit seinem eigenen kleinen Wichtelwald und darf es dekorieren. Mit Pilzen, Wichteln, Zapfen, Eichhörnchen oder Anhängern. Und jede Woche bis Weihnachten darf noch etwas dazukommen.
Adventszeit ist Kerzenzeit. Und gerade die Bienenwachskerzen geben so eine heimelige Wärme wieder und duften dabei unvergleichlich. Im Kindergarten ziehen die Kinder ihre Kerzen aus Bienenwachs selber, für zu Hause besorge ich jede Jahr Bienenwachs-Platten. Letztes Jahr besuchten wir einen Imker und konnten so die Herkunft des Wachses auf eindruckungsvoller Art und Weise nachvollziehen (nächste  Jahr müssen wir unbedingt noch ein Mal dort vorbeischauen!).



Die Kerzen eignen sich auch prima als Geschenke für Freunde und Verwandte. Ebenso wie die kleinen Walnuss-Pilzanhänger (die ich auf Pinterest gefunden habe). Sie sind ganz schnell und einfach gemacht.
Das Glas auf der Fensterbank stammt übrigens noch von hier (und ist schon deutlich leerer geworden).


Den Adventskranz machen wir heute am Nachmittag. Dann duftet das Haus nach Tannengrün. Wunderbar.

Liebe Grüße
Leni

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Caros Grünzeug

Sonntag, 13. November 2016

Der Garten im November



In vielen Regionen in Deutschland ist in den letzten Tagen schon der erste Schnee gefallen und der erste Frost zog auf. Hier im Rheinland hatten wir einfach nur jede Menge Regen. Schlecht für die Kinder, die schon sehnsüchtig auf den ersten Schnee warten, gut für das Gemüse im Garten.
In den Beeten steht noch der Mangold, Sellerie, Rosenkohl, Rotkohl und die Salate. Den Feldsalat hatte ich im Abstand von zwei Wochen gesät (damit wir laufend frischen Feldsalat ernten können) und an jede freie Stelle im Garten (es geht ja nichts über Feldsalat im Winter). So wächst er am Boden in Reihen und im Hochbeet (vorgezogen) kreuz und quer. Die ersten Büschel sind jetzt groß genug, um geerntet zu werden.
Und auch die Blumenzwiebeln und den Knoblauch habe ich (endlich) letzte Woche in die Erde gebracht (stand das doch schon auf meiner Oktober-Liste).


Die letzten Trauben von unserem Hauswein werden von den Vögeln wie von unseren Hühner (sofern Trauben runterfallen) gleichermaßen geschätzt. Genauso wie ein paar verbliebene Herbsthimbeeren. Ansonsten ist es ruhig im Garten geworden. Das Schwirren und Flirren ist verschwunden, die Blätterhaufen riechen erdig, der Kompost ist bis oben hin voll mit Gehäksel, Pflanzenteilen und Laub.


Ende Oktober war ich mit den Kindern im Freichlichtmuseum Kommern, das neben den wunderschönen alten Häusern ebenso schöne Bauerngärten beherbergt. Selbst im Herbst sind die Beete noch voll. Die Gemüseraritäten, Pflanzenanordnungen und die Mischung aus Blumen, Kräutern, Obst- und Gemüse sind immer wieder inspirierend dort.
Mit vielen Ideen für das kommende Gartenjahr, geht das jetzige endgültig zu ende. Die Natur hat sich schon fast vollständig zurückgezogen, um im nächsten Jahr wieder zu erwachen.

Habt ein schönes Wochenende!
Liebe Grüße
Leni

Dienstag, 8. November 2016

Selbstgemachte Weihnachtsgeschenke: Seife


Die Weihnachtswerkstatt ist eröffnet! Zugegeben, etwas früh, aber die Seife braucht noch etwas Zeit (mindestens sechs Wochen), um zu reifen.
Selber Seife herzustellen ist noch recht neu für mich, der erste Versuch (zwei Wochen zuvor) ging so richtig in die Hose. Statt einem festen, wohlriechenden Stück Seife bekam ich einen halb matschigen, halb bröseligen Klumpen nach dem Anschneiden heraus. Zum Glück gibt es tolle Seiten im Internet, auf denen man nicht nur wunderbare Rezepte findet, sondern auch detaillierte Anleitungen und einen Seifenrechner.  Mit Hilfe des Seifenrechners kann man sich die Menge an Lauge und Wasser ausrechnen lassen, die man für die Seifenherstellung benötigt (eine feine Sache!), wenn man nicht nach einem festen Rezept arbeiten möchte.
Das Rezept für meine Ringelblumenseife (eine Eigenkreation mit verhältnismäßig kurzer Zutatenliste mangels vorhandener Rohstoffe, aber einem wirklich gutem Ergebnis) gebe ich gerne weiter:
getrocknete Ringelblumenblüten
250 Gramm Kokosnußfett
250 Gramm Olivenöl
80 Gramm Kakaobutter
20 Gramm Rapsöl
200 Gramm Ringelblumentee (aus destillierten Wasser)
100 Gramm Lauge (NaOH)
ein paar Tropfen Orangenöl
Eine Anleitung zur Seifenherstellung findet Ihr auch unter dem obigen Link (viel besser erklärt als ich das jemals könnte).  Das Sieden der Seife hat mir großen Spaß bereitet, fühlte ich mich doch mit Kittel, Schutzbrille und Handschuhen beinahe wie ein Wissenschaftler im Labor. Leider ist das Sieden der Seife aber nichts für Kinder, da der Umgang mit der Lauge eben größter Vorsicht bedarf. 


Nachdem die Seife (endlich) von meiner To-Do-Liste abgehakt ist, geht es weiter mit den vielen anderen Projekten, die ich noch dort stehen habe. Das Weihnachstwerkeln hat gerade erst angefangen :-)

Liebe Grüße und einen kreativen Dienstag!
Leni


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Creadienstag
HoT

Mittwoch, 2. November 2016

Hallo November!


Im keltischen Jahreslauf gab es nur den Sommer und den Winter als Jahreszeiten. Mit dem 31. Oktober hörte der Sommer auf, mit dem 1. November begann der Winter. Und tatsächlich, alles sommerliche, die Sonnenstrahlen, die durch die bunten Blätter funkeln, die reiche herbstliche Ernte, das Zwitschern der Vögel, das Flirren in der Luft sind mit einem Mal weg und nur noch Erinnerung. Kälte, Nebel, Regen, Dunkelheit. Vergänglichkeit liegt in der Luft. Das Gedenken an die Toten verbinden wir unweigerlich mit dem November. Und Stille.
Aber der November bringt uns auch Gemütlichkeit. Kaminfeuer. Laternenlichter. Ruhe. Geselligkeit. Rückzug. Und Kerzenschein.


Wir freuen uns im November auf:

* Allerheiligen und Allerseelen. Zeit sich zu besinnen. 
* Sankt Martin, Laternen, Lieder und Weckmänner.
* Lesen, Lesen, Lesen! (Bei uns findet jedes Jahr im November das rheinische Lesefestival "Käpt´n Book" mit Autorenlesungen, Theaterstücken, Workshops und vielem mehr statt.)
* einen Spaziergang im Wald. Hier findet man die schönste Dekoration für den bevorstehenden Advent.
* Amaryllis. Wir holen Mitte November die dicken Knollen wieder aus dem Keller und stellen sie ans Fenster. Am Anfang geben wir der Amaryllis nur wenig Wasser, sonst treibt sie nur Blätter und keine Blüten. Mit etwas Glück blüht sie pünktlich zum Weihnachtsfest.
* Kaminabende.
* Waffeln mit heißen Kirschen und Sahne.
* die erste brennende Kerze auf dem Adventskranz.
* schon auf Weihnachten. Jetzt ist die beste Zeit in Ruhe Wunschlisten und Plätzchenrezepte, Weihnachtskarten und Adventskalender zusammenzustellen.
* den ersten Frost, der Rosenkohl und Grünkohl so richtig gut schmecken lässt.

Nun weicht er nicht mehr von der Erde,
Der graue Nebel, unbewegt;
Er deckt das Feld und deckt die Herde,
Den Wald und was im Wald sich regt.
Er fällt des Nachts in schweren Tropfen
Durchs welke Laub von Baum zu Baum,
Als wollten Elfengeister klopfen
Den Sommer wach aus seinem Traum.
Der aber schläft, von kühlen Schauern
Tief eingehüllt, im Totenkleid.
O welch ein stilles, sanftes Trauern
Beschleicht das Herz in dieser Zeit!
Im Grund der Seele winkt es leise,
Und vom dahingeschwundnen Glück
Beschwört in ihrem Zauberkreise
Erinnrung uns den Traum zurück. 
(Hermann von Lingg)
Ich wünsche Euch einen schönen November!

Liebe Grüße
Leni


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